Freihandelsabkommen USA – Mexiko – Kanada (USMCA)

Durchbruch bei USMCA auch für deutsche Betriebe ein Lichtblick

Dass sich die USA, Mexiko und Kanada mit dem "United States Mexico Canada Agreement" (USMCA) auf einen Nachfolger für das Nordamerikanische Freihandelsabkommen Nafta einigen konnten, bewertet der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) unter dem Strich positiv. In Zeiten zunehmenden Protektionismus ist der Durchbruch bei den Nafta-2.0-Nachverhandlungen für deutsche Unternehmen „ein Lichtblick“, so der DIHK.
Deutsche Betriebe haben in den USA, Mexiko und Kanada in Milliardenhöhe investiert und über Jahre umfassende Lieferketten aufgebaut, die Planungssicherheit für Unternehmen ist größer geworden.
Die Kehrseite der Medaille: das Abkommen verlangt für zollbegünstigten Warenverkehr zwischen den USA, Kanada und Mexiko einen höheren Wertschöpfungsanteil im Nafta-Raum und geht damit zulasten anderer und somit auch deutscher Standorte. Die Folge: dieses Vorgehen kommt einer größeren Abschottung des Nafta-Raumes gleich. Gleichzeitig werde die US-Blockade der Welthandelsorganisation ab Mitte Dezember eine „bedrohliche Erosion der WTO-Regeln" mit sich bringen. Für deutsche Unternehmen bleiben daher weiterhin handelspolitische Herausforderungen und zunehmende globale Rechtsunsicherheit auf der Tagesordnung.
Quelle: DIHK