Internationale Fachkräfte

Fachkräfte aus dem Ausland


Die Auftragsbücher sind voll und der Bedarf an Fachkräften ist nach wie vor hoch. Diesen Bedarf ausschließlich aus dem regionalen Angebot zu decken wird über kurz oder lang nicht möglich sein. Viele Branchen sind schon heute darauf angewiesen, Fachkräfte aus dem Ausland zu rekrutieren.
Dabei stehen die Unternehmen vor zwei Herausforderungen. Wie finden wir eine Fachkraft im Ausland und wer darf unter welchen Voraussetzungen in Deutschland arbeiten?

Hilfestellen

Hilfe bei der Personalgewinnung im Ausland finden Sie unter anderem bei der Bundesagentur für Arbeit. Für bestimmte Berufsgruppen wie z. B. im Bereich Pflege, Gastronomie oder Berufskraftfahrer gibt es von Seiten der Arbeitsagentur eigene Projekte. Weitere Anlaufstellen sind die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung sowie der Internationale Personalservice. Daneben bietet die Europäische Union mit dem Portal EURES seine Unterstützung an. EURES steht für EURopean Employment Services und ist ein europaweites Netzwerk zur beruflichen Mobilität, welches auch eine Börse für Arbeitgeber und Arbeitssuchende anbietet.

Voraussetzungen einer Arbeitserlaubnis

Um in Deutschland arbeiten zu dürfen, ist eine Arbeitserlaubnis vonnöten. Diese erteilt die Ausländerbehörde. Ihre zuständige Behörde finden Sie hier.

Neues Fachkräfteeinwanderungsgesetz

Das Fachkräfteeinwanderungsgesetz schafft den Rahmen für eine gezielte und gesteigerte Zuwanderung von qualifizierten Fachkräften aus Drittstaaten. Ziel dabei ist, dass diejenigen Fachkräfte nach Deutschland kommen können, die die Unternehmen vor Ort dringend benötigen und so den Fachkräftemangel entgegensteuern, wie Hochschulabsolventen/Innen und Personen mit qualifizierter Berufsausbildung. Das neue Gesetz ist am 01.03.2020 in Kraft getreten. Nähere Informationen finden Sie hier.
Zu den wesentlichen Neuerungen durch das Fachkräfteeinwanderungsgesetz gehören:
  • der Verzicht auf eine Vorrangprüfung bei anerkannter Qualifikation und Arbeitsvertrag,
  • der Wegfall der Begrenzung auf Mangelberufe bei qualifizierter Berufsausbildung
  • die Möglichkeit für Fachkräfte mit qualifizierter Berufsausbildung entsprechend der bestehenden Regelung für Hochschulabsolventen für eine befristete Zeit zur Arbeitsplatzsuche nach Deutschland zu kommen (Voraussetzung: deutsche Sprachkenntnisse und Lebensunterhaltssicherung),
  • bei Vorliegen eines geprüften ausländischen Abschlusses verbesserte Möglichkeiten zum Aufenthalt für Qualifizierungsmaßnahmen im Inland mit dem Ziel der Anerkennung von beruflichen Qualifikationen, Verfahrensvereinfachungen durch eine Bündelung der Zuständigkeiten bei zentralen Ausländerbehörden und beschleunigte Verfahren für Fachkräfte.