CO2-Emissionen

Europäischer Emissionshandel

Im Kontext des europäischen Emissionshandels ist der CO2-Austoß 2019 um 8,7 Prozent gesunken. Die Wirtschaftsleistung der EU stieg im gleichen Zeitraum um 1,5  Prozent. Die Emissionen der emissionshandelspflichtigen Industrieanlagen sanken um 2 Prozent.
Die größten CO2-Minderungen wurden im Kraftwerkspark der EU erreicht, stellt die Europäische Kommission in ihrer am 4. Mai veröffentlichen Analyse der Emissionsberichte fest. Insgesamt gingen die CO2-Emissionen der Stromwirtschaft 2019 im Vergleich zum Vorjahr um 15 Prozent zurück. Dies ist laut der Brüsseler Behörde auf einen Rückgang der Kohleverstromung zurückzuführen, die durch erneuerbare Energien und Gas ersetzt wurde.
Auch die durch den Europäischen Emissionshandel erfassten Industrieanlagen verzeichneten 2019 einen Rückgang um 2  Prozent. Eine Minderung sei in fast allen Sektoren festzustellen, darunter in der Eisen- und Stahlherstellung, der Zementproduktion, der Chemieindustrie und in Raffinieren.
Insgesamt emittierten die stationären Anlagen (Kraftwerke und Industrie) 1 527 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente.
Die Emissionen des erfassten, innereuropäischen Flugverkehrs stiegen um 1 Prozent.
Die Europäische Kommission unterstreicht in ihrer Mitteilung, dass eine überwältigende Mehrheit der Anlagenbetreiber ihre Emissionsberichte trotz der Coronavirus-Pandemie fristgerecht bis Ende März 2020 eingereicht habe. Bei stationären Anlagen seien über 99 Prozent ihrer Pflicht nachgekommen.