Coronavirus

Allgemeine Vorschläge für den Infektionsschutz bei der Öffnung von Unternehmen

Diese Regeln gelten für den Handel


Für Ladengeschäfte und den Einzelhandel gelten folgende Auflagen:
Einlasskontrollen, 1,5 m Abstand, ein Kunde pro 10 qm, verpflichtende Hygiene- und Parkplatzkonzepte sowie ein Mundschutzgebot.
Seit  27. April 2020 gilt in allen Geschäften Maskenpflicht.
Der Betreiber hat durch geeignete Maßnahmen sicherzustellen dass:
  • grundsätzlich ein Mindestabstand von 1,5 m zwischen den Kunden eingehalten werden kann.
  • Sich maximal eine Person je 10 qm Verkaufsfläche im Verkaufsbereich aufhält
  • Das Personal eine Mund-Nasen-Bedeckung trägt - dies gilt seit 27. April an verpflichtend.
  • Die Kunden eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, die sie entweder selbst mitbringen oder die ihnen im Rahmen der Verfügbarkeit vom Betreiber zur Verfügung gestellt wird. Dies gilt vom 27. April an verpflichtend.
  • Der Betreiber hat ein Schutz- und Hygienekonzept (z. B. Einlass, Mund-Nasen-Bedeckung) und, falls Kundenparkplätze zur Verfügung gestellt werden, ein Parkplatzkonzept ausgearbeitet hat, und dieses auf Verlangen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorlegen kann.
Hygiene- und Parkplatzkonzept
Ziel ist, dass jedes Geschäft ausreichenden Schutz bietet und Maßnahmen zum Infektionsschutz umsetzt. Detaillierte Vorgaben für ein eigenes Konzept sind nicht vorhanden. Es empfiehlt sich daher, die nachfolgenden Hinweise als hilfreiche Tipps zu beachten und für das eigene Geschäft ein eigenes Konzept zu erstellen.
Mundschutzgebot
Personal und Kunden müssen Mund-Nase-Bedeckungen tragen. Die Besorgung derer erfolgt eigenverantwortlich vom Ladeninhaber bzw. Kunden. Mehr zum Thema Atemmasken und Mund-Nase-Bedeckungen finden Sie hier.
Seit dem 27. April 2020 gilt ebenfalls eine Mundschutzpflicht für den ÖPNV.
 

Tipps für Hygiene- und Schutzkonzept


Grundsätzliches Ziel für alle Unternehmen ist, die Ansteckungsgefahren bei der Wiedereröffnung zu minimieren bzw. auszuschließen und die Arbeit zu entzerren. Die ‎‎Aufzählung der möglichen Maßnahmen und Vorschläge stellt keine Priorisierung dar.‎

In Bezug auf den Kontakt Kunde – Mitarbeiter

  • Mindestabstand von 1,5 m gewährleisten, zum Beispiel durch Bodenmarkierungen, vor allem vor Kassen sowie vor Empfangs- und Info-Schaltern, in Wartebereichen usw.
  • Trennscheiben (beziehungsweise Spuckschutz) an allen Stationen mit Kontakt Mitarbeiter - Kunde installieren, insbesondere an Kassen, Empfangs- und Infoschaltern etc.
  • Kontrollen einführen zur Sicherstellung der maximalen Kundenzahl und zur Gewährleistung der Einhaltung der Abstandsregeln
  • Wo möglich, Trennung und Abmarkierung der Bewegungsbereiche der Mitarbeiter und der Kunden
  • Bevorzugt berührungslose Zahlungsmethoden anbieten
  • Verstärkt Informationen an Kunden geben (Vorlagen finden Sie hier)
    • Bargeldloses Bezahlen bedeutet Sicherheit für alle
    • Abstand halten. zu anderen und zu den Handelsangestellten, schützt alle
    • Einkauf für mehrere Tage planen, um Kontakte zu anderen Menschen zu reduzieren
  • Hausrecht ausüben bei Personen, die die Regeln nicht einhalten

In Bezug auf Mitarbeiter und Mitarbeitereinsatz

  • Abstand zwischen den Mitarbeitern gewährleisten, ggf. durch rollierende Einsatzpläne und Homeoffice entzerren
  • Nach Möglichkeit Öffnungszeiten ausweiten, um Frequenz zu reduzieren
  • Tätigkeiten ohne Kundenkontakt (z.B. Auffüllen von Regalen, Lager, Disposition etc.) nach Möglichkeit außerhalb der Geschäftsöffnungszeiten legen bzw. räumlich abtrennen
  • Regelmäßig Mitarbeiterschulungen durchführen zu Hygienefragen und zu Verhaltensregeln (mit Bestätigung durch die Mitarbeiter)
  • Zugangstüren, soweit nicht berührungslos öffnend, offenstehen lassen bzw. fortlaufend desinfizieren
  • Schichtzeiten überschneidungsfrei einrichten
  • Arbeitsgruppen / Teams zeitlich und räumlich trennen und Pausenzeiten versetzt legen
  • Soweit möglich Besprechungen nur telefonisch bzw. als Videokonferenz durchführen
  • Nur zwingend notwendige Geschäftsreisen durchführen
  • Betrieblichen Corona-Ansprechpartner festlegen und schulen
  • Dokumentenübergaben (sofern nicht papierlos möglich) möglichst ohne Kontakt organisieren, ggf. mit Zwischenablage-Stationen – wenn nicht möglich, Mund-Nasen-Schutz und Desinfektionsmittel bereitstellen
  • Werden Trennwände (z.B. aus Acryl o.ä. Material) im Kassenbereich eingesetzt, entfällt für die Mitarbeiter die Maskenpflicht.

In Bezug auf die Räumlichkeiten/ Umgebung/ Ausstattung

  • Regelmäßige und in kurzen Abständen durchzuführende Desinfektion aller häufig zu berührenden Flächen (Griffe, Handterminals, Tastaturen, Touchscreens, Armaturen)
  • Platzierung der Einkaufswagen auf Parkplätzen oder anderen Flächen im Freien. Im Idealfall nach dem last in, last out Prinzip, um ein Schmierinfektionsrisiko zu vermindern.
  • Ausreichend Schutzmaterial (zum Beispiel Masken, Handschuhe, Desinfektionsmittel usw.) vorhalten bzw. besorgen
  • Informationen für Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten etc. über die einzuhaltenden Hygiene- und Schutzmaßnahmen gut sichtbar anbringen, gegebenenfalls in gängigen Fremdsprachen
  • Bereitstellung von mobilen Lösungen für Mitarbeiter und Kunden für häufiges Desinfizieren
  • Einmal-/Schutzhandschuhe für alle Beschäftigten bereitstellen, die in Hautkontakt mit Kunden kommen beziehungsweise für alle Beschäftigten, die in Kontakt mit gleichen Flächen wie Kunden oder andere Beschäftigte kommen (z.B. Dokumente, Bedien-Tastaturen, Touchscreens, ...)
  • Handschuhe bereitstellen für Kunden im Falle von „berührungs-affinen“ Sortimenten (Obst etc.)
  • Regelmäßige und in kurzen Abständen durchzuführende Desinfektion von Toiletten
  • Räume regelmäßig belüften
  • Wo möglich Parkplatzangebot an stark frequentierten Tagen verknappen (z.B. durch Absperrungen), um die Kundenzahl zu regulieren
  • Digitalisierung vorantreiben und Homeoffice-Lösungen umsetzen
  • Wo möglich Online-Abwicklung von Geschäftsvorgängen anbieten, gegebenenfalls mit Versandoptionen
Die Arbeitsschutz-Empfehlungen des BMAS finden Sie hier.
Weitere Informationen zu Hygienemaßnahmen finden Sie unter https://www.infektionsschutz.de/coronavirus.html
Vorlagen für Hygienehinweise finden Sie hier.

Parkplatzkonzept

Was ist ein Parkplatzkonzept?

  • Das Parkplatzkonzept ist eine Maßnahme des Infektionsschutzes.
  • Es dient der Steuerung der Kundenfrequenz.
  • Betreiber von Geschäften stellen damit einen Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Kunden sicher.
  • Pro Kunde müssen im Geschäft 20 qm zur Verfügung stehen
  • Sind mehr Parkplätze vorhanden, als Kunden ins Geschäft dürfen, muss die Anzahl verringert werden.

Was können Sie tun, um den Mindestabstand von 1,5m zwischen den Kunden zu gewährleisten?

  • Sperren Sie Parkplätze, zum Beispiel jeden zweiten.
  • Es ist nicht sinnvoll, einen Teil des Parkplatzes zu sperren. Vielmehr ist der Abstand zwischen den Autos zu vergrößern.
  • Weisen Sie die Autos auf den Parkplatz ein. Leiten Sie die Autos gezielt zu den Parkplätzen.
  • Achten Sie dabei darauf, dass nie mehr Parkplätze als zulässig belegt sind.
  • Kontrollieren Sie die Parkdauer.
  • Sprechen Sie sich mit benachbarten Parkplatzbetreibern und Parkplatzinhabern ab.
Bitte achten Sie auf eine ausreichende Beschilderung.
Muster Parkplatzkonzept zum Download:

Angebot und Nachfrage von Kapazitäten / Dienstleistungen / Produkten

Mögliche Vertriebswege für Ausrüstung

Ich habe Schutzmasken (Mundschutz oder FFP2/3-Masken), Schutzausrüstung oder Desinfektionsmittel auf Lager oder kann diese produzieren – Wie können diese vertrieben oder vermittelt werden? Hier gibt es mehrere Austauschplattformen:
  • Die Maschinenringe Deutschland haben die Plattform Das Land Hilft ins Leben gerufen. Neben Arbeitskräften für die Landwirtschaft können hier auch Schutzausrüstungen angeboten werden. Alle Infos finden sich online unter https://www.daslandhilft.de/schuetzen/
  • Die IHK Schwaben hat im Namen des BIHK eine elektronische Sammelstelle für Unternehmen eingerichtet, die Schutzmasken (Mundschutz oder FFP2/3-Masken), Schutzausrüstung oder Desinfektionsmittel produzieren können. Die Unternehmen werden von der IHK Schwaben dann an das Gesundheitsministerium übermittelt. Hier finden Sie die Plattform.
  • Vermittlungsplattform des VBW für Corona-Schutzprodukte https://www.plattform-corona-schutzprodukte.de/
  • Das Forum MedTech-Pharma vermittelt zwischen Anbietern und Ministerien. Unter diesem Link können dort Angebote abgegeben werden:
  • Beim Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit können Angebote für persönliche Schutzausrüstung (z.B. Gesichtsmasken, Chirurgische Masken) per E-Mail abgegeben werden: Beschaffungen-corona@lgl.bayern.de Das LGL sammelt und verteilt diese zentral. Ansprechpartner ist Gabriele Hörl (StMGP). Mehr Infos beim Landesamt für Gesundheitsschutz
  • Für beide letztgenannten Möglichkeiten gilt: Bitte schicken Sie nur Information mit spezifischen Produkten, die die grundlegenden Anforderungen erfüllen inkl. der Quantität und Verfügbarkeit/Lieferzeit.
  • Wenn ein Unternehmen seine Produktion auf die Herstellung von Schutzausrüstung (Masken oder Beatmungsgeräte) umstellen möchte, ist das Bayer. Wirtschaftsministerium zuständig. Firmen können sich direkt an die E-Mail Adresse ⦁ hersteller-corona@stmwi.bayern.de wenden. Ansprechpartner ist Dr. Johann Niggl (StMWi)

Anbieter von Masken und Schutzprodukten