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Betriebsschließungsversicherung – Bayerische Lösung

Gemeinsam mit dem Bayerischen Wirtschaftsministerium und verschiedenen Vertretern der Versicherungswirtschaft hat der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA Anfang April einen pragmatischen Lösungsvorschlag (so genannte Bayerische Lösung) für etwaige Ansprüche von Gastronomen und Hoteliers aus Betriebsschließungsversicherungen erarbeitet.
Bei der Bayerischen Lösung geht es darum, dass die Versicherung einen Betrag in Höhe von 10 bis 15 Prozent der vereinbarten Tageshöchstsätze ohne weitere Prüfung auszahlt. Dieser Prozentsatz beruht auf der Annahme, dass im Durchschnitt ca. 70 Prozent der wirtschaftlichen Schäden der Betriebe durch staatliche Unterstützungsmaßnahmen, wie Kurzarbeitergeld (KuG) und Soforthilfen sowie durch ersparte Aufwendungen beim Wareneinsatz und bei den Energiekosten ausgeglichen werden können. Ausgehend von dieser von Seiten des Bayerischen Wirtschaftsministeriums bestätigten Prämisse hatten die Versicherer eine Zahlung in Höhe von 10 bis 15 Prozent der vereinbarten Tageshöchstsätze akzeptiert, was im Ergebnis zu einem Ausgleich in Höhe von 80 bis 85 Prozent führen würde.
Die Bayerische Lösung ist für die Betriebe nicht verbindlich, Sie sind vollkommen frei, etwaige Ansprüche streitig durchzusetzen. Bei eindeutigem Bestehen eines weitergehenden Anspruchs empfiehlt sich in der Regel die Durchsetzung des Anspruchs gegen den Versicherer.
Bei unklarer Rechtslage stellt die Bayerische Lösung eine für viele Betriebe hervorragende Lösung dar. Abfindungsvorschläge sollten sorgfältig geprüft werden, gerade auch im Hinblick auf die darin enthaltenen Abgeltungsklauseln (die Abgeltung des Versicherungsfalles ist angemessen, weitergehende Abgeltungen in der Regel nicht).
Weitere Details, welche Versicherungen diese Lösungen anbieten, aber auch Vor- und Nachteile finden Sie beim DEHOGA Bayern.