Industrie als treibende Kraft

Konjunkturbericht Jahresbeginn 2017

 
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 J: Jahresbeginn, F: Frühjahr, H: Herbst
07.02.2017
52 Prozent der Unternehmen bewerten ihre Geschäftslage als „gut“. Für die Industrie ist die Lage so gut wie seit 2011 nicht mehr. „Wir leben im Moment in einer sehr stabilen Weltkonjunktur. Doch ist solch ein Rekordhoch kein Selbstläufer“, sagt IHK-Präsident Gerhard Witzany und bestätigt damit das Ergebnis der aktuellen IHK-Konjunkturumfrage. Die Eurozone und wieder ansteigende Geschäfte mit Asien und China erweisen sich als Stütze der exportorientierten Wirtschaft. Handel und Dienstleister sind nicht mehr ganz so optimistisch, sie bewegen sich aber weiterhin auf hohem Niveau.
Die Bauwirtschaft spürt die Zurückhaltung im Wirtschaftsbau, ist aber sonst gut ausgelastet: „Für 2017 erwarten wir eine Fortsetzung dieses Aufwärtstrends“, kommentiert Claudia Donhauser vom gleichnamigen Bauunternehmen in Schwandorf die wirtschaftliche Lage. Ersatzbeschaffungen sind das vordringlichste Investitionsmotiv, gefolgt von Kapazitätserweiterungen zur Bewältigung der Auftragseingänge und Rationalisierung.

Investitionen

Ungefähr die Hälfte der Industrie- und Dienstleistungsunternehmen plant Investitionen im Ausland. Mit Blick auf Personalkosten, zunehmende Energiekosten und zunehmende bürokratische Hürden, wollen viele Unternehmen mit ihren Investitionen im Ausland Kosten sparen. Als Ziele, so zeigte eine Sonderfrage bei der aktuellen Konjunkturumfrage, kämen vor allem China und die Eurozone in Frage. Politische Entwicklungen in USA, Russland, England und Frankreich erschweren unternehmerische Entscheidungen in diesen Ländern.
Angesichts dieser Risiken hofft die Wirtschaft auf den Binnenmarkt. Allerdings können, steigende Verbraucherpreise und Energiekosten sowie eine sich anbahnende Zinswende die Konsumlaune im Land auch dämpfen.
Den detaillierten Konjunkturbericht sowie die Auswertung der Zusatzfragen finden Sie unter "Weitere Informationen".