Industrie ist Fortschrittsmotor für Region

Beste Zukunftschancen für die Region

04.07.2016
„Die Industrie – Rückgrat der regionalen Wirtschaft“ ist der Titel der Broschüre zur Industriestandortkarte 2015 der IHK Regensburg für Oberpfalz / Kelheim. Einerseits sitzen in der Region hochmoderne, innovative und international wettbewerbsfähige Industrieunternehmen, andererseits wurde und wird deren Bedeutung oft unterschätzt. Die IHK setzt sich in Politik und Gesellschaft für ein modernes Image der Industrie ein. Die Region hat beste Zukunftschancen.

Industriestandort mit Tradition

Stadt und Landkreis Regensburg zählen zu den bedeutenden Industriezentren Deutschlands. Der Strukturwandel der letzten Jahrzehnte hat viele Tätigkeiten aus dem industriellen Sektor in Dienstleistungen ausgelagert. Sicherheit, Logistik, Reinigung, Wartung, Datenverarbeitung, Vertrieb oder Marketing erledigen heute Dienstleister für Industrieunternehmen. Es entstand ein komplementäres Verhältnis zwischen der industriellen Produktion und dem Dienstleistungssektor. „Gemessen an der Industriedichte, also dem Verhältnis von Industriebeschäftigten je 1.000 Einwohner, ist die Region Oberpfalz-Kelheim die bedeutendste in ganz Bayern“ betont Josef Beimler, der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der IHK.

Beschäftigung in der Industrie steigt

Im Herbst 2015 beschäftigte die Industrie im Wirtschaftsraum Oberpfalz-Kelheim 142.196 Menschen in 808 Betrieben mit über 10 Mitarbeitern. Das sind fast 16.000 Arbeitsplätze mehr als fünf Jahre zuvor und entspricht einem Plus von 11,10 Prozent gegenüber 2010.
Alle kreisfreien Städten und Landkreise steigerten seit 2010 die Anzahl ihrer Industriearbeitsplätze, wenn auch unterschiedlich stark. Den höchsten positiven Saldo - also die Differenz zwischen Arbeitsplatzgewinnen und -verlusten – verzeichnet mit über 3.600 neuen Arbeitsplätzen der Landkreis Cham. Die wenigsten Arbeitsplätze entstanden, abzüglich der Verluste, im Landkreis Neustadt an der Waldnaab.

Fahrzeugbau, Elektronik und Maschinenbau führend

Das Branchenranking der Industrie führt der Fahrzeugbau (35.111 Beschäftigte), gefolgt von Elektronik (23.620) und dem Maschinenbau (22.572). Alleine diese drei stehen für mehr als jeden zweiten Industriearbeitsplatz im IHK-Bezirk. Betrachtet man die Entwicklung der einzelnen Wirtschaftszweige im Fünf-Jahresvergleich, so legten mehrere Branchen – allen voran der Fahrzeugbau - an Beschäftigung zu. Bei nahezu der Hälfte der Branchen blieb die Anzahl der Beschäftigten in etwa gleich. Mit über 2.800 Beschäftigten verlor der Wirtschaftszweig Chemie, Kunststoff, Mineralölerzeugung und Gummi am meisten.

Wertschöpfungsbereiche im Trend

Die aktuellen Megatrends Nachhaltigkeit, Ressourceneffizienz, Mobilität, Urbanisierung, Globalisierung, Digitalisierung und demografischer Wandel verändern die Gesellschaft und bieten der Industrie Anreize für Innovationen. Gefragt sind Lösungen für umweltfreundliche Technologien, alternative Energiequellen und nachwachsende Rohstoffe, Informations- und Kommunikationstechnologien, neue Fahrzeug- und Antriebskonzepte. Die klassischen Wirtschaftszweige bedienen diese Trends immer weniger. Wertschöpfungsbereiche ermöglichen es, den gesamten Weg eines Produktes vom Rohstofflieferanten bis hin zum Endkunden nachzuvollziehen. Besonders hohe Beschäftigtenzahlen in den Wertschöpfungsbereichen Mobilität, Life Sciences, Umwelt, Energie, Haus- und Gebäudetechnik, Informations- und Kommunikationsindustrie sowie Automation geben Auskunft über die technologischen Kernkompetenzen der regionalen Industrie. Zum Stichtag der Befragung am 30. September 2015 arbeiteten mehr als 129.500 Menschen in der Region in diesen Wertschöpfungsbereichen. Mehr als neun Zehntel aller Industriebeschäftigten im IHK-Bezirk sind bereits jetzt in Branchen mit hoher Zukunftsfähigkeit tätig. Dieses Ergebnis hat sich im Fünfjahresvergleich verstetigt. Das Innovationspotenzial im ganzen IHK Bezirk hat zugenommen. Waren 2010 „nur“ 87 Prozent in den genannten Wertschöpfungsbereichen tätig, so stieg dieser Wert 2015 auf nahezu 92 Prozent. Laut Josef Beimler ist das „ein Indiz dafür, dass die Region auch in Zukunft beste Chancen hat, innovativ, nachhaltig und vor allem wettbewerbsfähig produzieren zu können“.
Die Broschüre und die Karten (50 x 80 cm) können Sie bestellen bei Edith Wittmann, Telefon 0941/5694-243, E-Mail wittmann@regensburg.ihk.de.