Tourismus

Qualität darf etwas kosten

28.06.2019
Im Kampf gegen Dumpingangebote auf anonymen Online-Portalen setzen die regionalen Gästebetriebe auf hochwertigen Tourismus, Kunden- und Mitarbeiterbindung. Bei der Sitzung des Tourismusausschusses der IHK Regensburg für Oberpfalz / Kelheim im Altstadtquartier Hotel Münchner Hof in Regensburg unterstrich der Vorsitzende Ulrich N. Brandl: „Qualität darf etwas kosten, denn jeder Gast sucht das Beste für seinen Urlaub“, sagte der Hotelier aus dem Bayerischen Wald und zeigte sich sicher: „Wer ein hochwertiges Angebot bietet, der wird auch Krisen leichter überstehen.“
Ohne eine starke Destination jedoch, stehen die Gastbetriebe und touristischen Anbieter allein auf weiter Flur. Die Gastgeberin und stellvertretende Ausschussvorsitzende Kathrin Fuchshuber warb für eine bessere Vernetzung der Touristiker im IHK-Bezirk. „Wenn wir wechselseitig bestehende Produkte, Angebote und Gäste-Einrichtungen vermarkten, heben wir die Vielseitigkeit der Region hervor und können unsere Gäste eventuell für längere Aufenthalte begeistern.“ Thomas Auerbach, Mitglied im erweiterten Vorstand, hob vor diesem Hintergrund die Bedeutung der Digitalisierung für die Branche hervor. Ohne Onlinesichtbarkeit werde es für Betriebe und Urlaubsorte schwer, im Wettbewerb zu bestehen.

Gute Mitarbeiter, guter Service

Der entscheidende Faktor zur Qualitätssicherung ist für Ausschussvorsitzenden Brandl die Zufriedenheit und Kompetenz der Mitarbeiter im Betrieb. „Noch immer hat die Arbeit in der Hotellerie und Gastronomie nicht den Stellenwert, der ihr gebührt. Spannende Aufgaben, gelebte Wertschätzung der Mitarbeiter und nicht zuletzt das Gehalt, vor allem für Auszubildende, sind Stellschrauben, an denen die Betriebe drehen können“, so Brandl.
Aktuelle Daten zum Wirtschaftsfaktor Tourismus im IHK-Bezirk präsentierte Ausschussgeschäftsführerin Silke Auer von der IHK. In Ostbayern lag die Wertschöpfung durch den Tourismus im Jahr 2017 bei rund 2,2 Milliarden Euro. „Vom Tourismus profitieren nicht nur die Gastbetriebe“, so Auer. Gerade im Bereich des Tagestourismus mache auch der Einzelhandel enorme Umsätze.