Strategien in der digital vernetzten Produktion und Logistik

Datenbahnen der Intralogistik

 
18.10.2019
In der Region Oberpfalz-Kelheim steigt der Bedarf an digitalen und effizienten Konzepten für Intralogistik. „Produktionsprozesse werden immer vernetzter, Lieferzeiten kürzer und Chargen kleiner. Für den optimalen Fluss von Material, Daten und Produkten im Betrieb braucht es eine funktionierende Intralogistik“, weiß IHK-Geschäftsstellenleiter in Weiden Florian Rieder. Gerade in der mittleren und nördlichen Oberpfalz fänden sich eine Reihe Unternehmen, die innovative Lösungen anbieten und anwenden. Rund 50 von ihnen trafen sich am Dienstag beim Intralogistik-Spezialisten SITLog Steuerungs- und Informationstechnologie für Logistik GmbH in Altenstadt an der Waldnaab und tauschten sich zu Strategien in der digital vernetzten Produktion und Logistik aus.

Digitaler Datenfluss

„Aufgrund der sich schnell wandelnden Kundenanforderungen werden die Planungs- und Realisierungsphasen in der Intralogistik immer kürzer. Somit bilden Flexibilität und die Bereitschaft, individuelle, maßgeschneiderte sowie schnelle Lösungen für seine Kunden anzubieten die Basis für den Erfolg in der Intralogistik“, sagt SITLog-Geschäftsführer Wolfgang Hausner. In Altenstadt a.d. Waldnaab konzipiert das Unternehmen Steuerungs- und Informationstechnologie sowie schlüsselfertige Anlagen für Logistik. Auf der Anwenderseite steht Sebastian Forster, Geschäftsführer des Verpackungsherstellers Liebensteiner Kartonagenwerk GmbH. Er nutzt jene Konzepte im täglichen Betrieb und baut auf eine digitale Basis: „Die Herausforderungen, insbesondere auch in der Intralogistik, sind Daten und Informationen von dort her und dort hin zu bekommen, wo wir sie benötigen.“ Möglichkeiten und Grenzen von digitalen Lösungen, um Daten in der Cloud zu bearbeiten, den Einsatz eines digitalen Zwillings in der Produktion für Kosten- und Zeitersparnis und die Veränderungen in den Tätigkeiten der Mitarbeiter diskutierten die Unternehmer. Fließen Daten in den richtigen Bahnen, tragen sie entscheidend zum Unternehmenserfolg bei, waren sich die Unternehmer einig. Doch nicht nur der Austausch untereinander sei von Vorteil. „Die Forschungen der OTH Amberg-Weiden auf dem Gebiet der Intralogistik machen die Hochschule zum einem wichtigen Kooperationspartner“, sagte Rieder.