Coronavirus

Bis 30 Juni: Förderung von Produktionsanlagen für Vlies und Masken

Förderung von Produktionsanlagen für Filtervlies

Die ausreichende Verfügbarkeit von persönlicher Schutzausrüstung und dem Patientenschutz dienender Medizinprodukte, Testausstattungen und Wirkstoffen ist ein zentrales Element für die dauerhaft erfolgreiche Bekämpfung der Corona-Pandemie.
In einem ersten Schritt sollen bis Ende März 2021 Produktionskapazitäten in Deutschland aufgebaut werden, um die jährlich produzierte Menge von Filtervlies um 4000 Tonnen zu erhöhen, mit dem zusätzlich bis zu 5 Milliarden medizinische Gesichtsmasken und filtrierende Halbmasken zum Schutz gegen Partikel pro Jahr produziert werden sollen.
Was wird gefördert?
Gefördert werden Investitionen in Anlagen zur Produktion von Filtervlies, das im Meltblown-Verfahren hergestellt wird und die Qualitätsanforderungen als Vorprodukt für eines der nachfolgend aufgeführten Produkte erfüllt:  
  • Filtrierende Halbmasken zum Schutz gegen Partikel „FFP2“
  • Filtrierende Halbmasken zum Schutz gegen Partikel „FFP3“
  • Medizinische Gesichtsmasken.
Nicht gefördert werden Umrüstungen bestehender Anlagen.
Wer kann einen Antrag stellen?
Einen Antrag stellen können Unternehmen mit Sitz in Deutschland.
Welche weiteren Voraussetzungen greifen?
  • Die Produktion mit der geförderten Anlage muss bis zum 31. März 2021 starten.
  • Das hergestellte Vlies darf bis Ende 2023 ausschließlich an Unternehmen verkauft werden, die ihrerseits mit dem Vlies als Vorprodukt medizinische Schutzmasken in Deutschland oder innerhalb der EU produzieren.
  • Ein Verkauf auf dem internationalen Markt darf nur dann beim BAFA beantragt werden, wenn eine vollständige Veräußerung dieses Vlieses in Deutschland oder der EU nachweislich nicht möglich ist.
  • Hersteller müssen förderfähige Kosten belegen sowie Expertise und Erfahrung zur notwendigen zügigen Umsetzung mitbringen und nachweisen.
Wie und in welcher Höhe erfolgt die Förderung?
Die Förderung erfolgt auf Ausgabenbasis in Form der Anteilfinanzierung durch einen nicht rückzahlbaren Zuschuss.
Förderfähig sind alle erforderlichen Investitionskosten (einschließlich Nebenkosten) zur erstmaligen zweckentsprechenden Inbetriebnahme der definierten Produktionsanlagen. Die Förderung beträgt 30 Prozent der förderfähigen Ausgaben und ist auf maximal 10 Millionen Euro je Unternehmen (inklusive Tochterunternehmen) begrenzt. Förderfähig sind nur Investitionen, die seit dem 28. Februar 2020 getätigt wurden.
Kontaktmöglichkeit: Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), Tel. 06196 908-1212
Frist: 30. Juni 2020
Weitere Informationen finden Sie hier.
Die Richtlinie finden Sie hier.

Förderung von Produktionsanlagen von Schutzausrüstung

Was wird gefördert?
Der Bund fördert Investitionen:
  • kurzfristig verfügbare Anlagen zur Produktion von Schutzmasken,
  • innovative Anlagen zur Produktion von Schutzmasken (Entwicklungsvorhaben).
Die Produktion von Schutzmasken bezieht sich ausschließlich auf nachfolgende Produktkategorien:
  • Filtrierende Halbmasken zum Schutz gegen Partikel »FFP2« gemäß Verordnung (EU) 2016/425 und EN 149:2001+A1,
  • Filtrierende Halbmasken zum Schutz gegen Partikel »FFP3« gemäß Verordnung (EU) 2016/425 und EN 149:2001+A1,
  • Medizinische Gesichtsmasken gemäß EN 14683.
Wer darf einen Antrag stellen?
Unternehmen mit einer Niederlassung in Deutschland.
Welche weiteren Voraussetzungen greifen?
  • Unternehmen müssen Qualitätsstandards erfüllen (EU-Verordnungen, EU-Baumusterprüfbescheinigung, CE etc.) Diese Details entnehmen Sie bitte der Richtlinie.
  • Mit dem Vorhaben darf nicht vor dem 28. Februar 2020 begonnen worden sein.
  • Die kurzfristig verfügbaren Anlagen zur Produktion von Schutzmasken müssen bis spätestens 31. August 2020 in Betrieb genommen werden. Die mit den geförderten Anlagen produzierten Produkte sind bis mindestens 31. Dezember 2021 ausschließlich auf dem deutschen oder europäischen Binnenmarkt zu veräußern. Ausnahmen benötigen der Genehmigung des Zuwendungsgebers.
  • Innovative Produktionsanlagen: Erstellung eines Konzepts bzgl. den Kriterien über den Stand der Technik. Hierzu gehören u. a. Kriterien wie Nachhaltigkeit, Wiederverwendbarkeit, Ressourceneffizienz, Tragekomfort etc.  
Wie und in welcher Höhe erfolgt die Förderung?
Es handelt sich hierbei um einen nicht rückzahlbaren Zuschuss. Die kurzfristig verfügbaren Anlagen zur Produktion von Schutzmasken werden mit 30 Prozent der förderfähigen Ausgaben gefördert. Die innovativen Anlagen zur Produktion von Schutzmasken (Entwicklungsvorhaben) werden mit bis zu 40 Prozent der förderfähigen Kosten gefördert.
Die Förderung nach der Richtlinie ist insgesamt auf maximal 10 Millionen Euro je Unternehmen (inkl. Tochterunternehmen) begrenzt.
Förderfähig sind nur Investitionen, die seit dem 28. Februar 2020 getätigt wurden.
Wie sieht das Antragsverfahren aus?
Der Antrag ist an die BAFA zu richten. Bitte beachten Sie die Einreichfristen. Zur Antragstellung gelangen Sie hier (ganz unten sind die verschiedenen Antragslinks).
Einreichfristen:
kurzfristig verfügbare Anlagen: 30. Juni 2020
innovative Anlagen: 30. Oktober 2020
Kontaktmöglichkeit: Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, Tel. 06196 908-1212
Die Richtlinie finden Sie hier.