Coronavirus

Angebote und Nachfrage nach Schutzausrüstung

Der Bedarf an medizinischen Produkten ist enorm gestiegen. Für die Sicherstellung der medizinischen Versorgung werden vielerorts zusätzliche Produktionskapazitäten gesucht. Gleichzeitig stellen Unternehmen auch ihre freien Ressourcen zur Verfügung.
Abnahmegarantien von Masken durch den Bund bereits abgeschlossen – Lieferung für Gesundheitseinrichtungen
Für die mittelfristige Beschaffung von medizinischen Schutzmasken (OP-Masken und FFP2-/ FFP 3-Masken) hatte das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) Abnahmegarantien für ausgewählte deutsche Produzenten bis Ende 2021 zugesichert. Die Frist zur Bewerbung ist Anfang April 2020 abgelaufen. Das BMG hat seitdem mit deutschen Herstellern Verträge abgeschlossen und leistet damit einen Beitrag zu Deckung des Bedarfs bei Gesundheitseinrichtungen.
Hersteller von Atemmasken (ausschließlich zertifizierte FFP- und medizinische Masken) wenden sich bitte an die Länderebene.
Dennoch gibt es noch Optionen, die Sie hier in der Aufzählung finden.
Angebot und Nachfrage bündeln verschiedene Plattformen und Einrichtungen
  • Sollten Sie kurzfristig eine Produktion von zertifizierten Atemschutzmasken (OP-Masken oder FFP2/3-Masken) erweitern oder neu aufbauen wollen und hierfür staatliche Unterstützung in Anspruch nehmen wollen, wenden Sie sich an das Bundeswirtschaftsministerium (BMWI) per E-Mail: AS-Produktion@bmwi.bund.de.
  • Zentrale Beschaffungsstelle der Bundesfinanzverwaltung für FFP2 Masken, OP-Masken und Schutzkittel: Generallzolldirektion, Doris Steurer, Doris.Steurer@zoll.bund.de, Tel.: 022830316-448
  • Das Beschaffunsgamt des BMI für Desinfektionsmittel: Beschaffungsamt des Bundesministeriums des Innern, Susanne Nachtigall, susanne.nachtigall@bescha.bund.de, Tel.: 022899610-200
  • Beschaffungsoptionen vom Bund werden über das Portal von Germany Trade and Invest bekannt gegeben.
  • Die vom Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) für den Freistaat Bayern im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie beschafften Materialien (Persönlichen Schutzausrüstung, wie FFP2/FFP3- und OP-Masken, Schutzanzüge, Kittel und Desinfektionsmittel) werden laufend vor Ort verteilt. Infos dazu finden Sie hier.
  • Ansprechpartner ist Gabriele Hörl (StMGP). Angebote von Firmen können an folgendes Postfach gerichtet werden: beschaffungen-corona@lgl.bayern.de
  • Angebote werden vom LGL nach E-Mail-Eingang geprüft (Zertifikat + Lieferzeitraum + Preis etc.), wenn das Angebot serös ist, wird mit dem Unternehmen direkt Kontakt aufgenommen.
    Die Zuständigkeit für die Weitergabe an die Bedarfsträger vor Ort liegt bei der jeweiligen Katastrophenschutzbehörde: Unterstützungsgruppe Beschaffungen Corona-Pandemie, Dienstsitz: Staatliche Feuerwehrschule Geretsried, Frau Michaela Niemetz, Tel. 08171 349 59 578, SFSG-Beschaffungen@sfs-g.bayern.de 
    Bedarfsträger können sich zur Erhebung der Verbrauchsmengen bzw. der Verteilung von PSA-Material an die zuständige Kreisverwaltungsbehörde wenden.
    Hierfür sind die E-Mail-Postfächer psa-bedarf-corona@xxx.de  vorgesehen (xxx.de ist dabei durch die Domain der jeweiligen Kreisverwaltungsbehörde zu ersetzen)
  • Möchte ein Unternehmen seine Produktion auf die Herstellung von Schutzausrüstung (Masken oder Beatmungsgeräte) umstellen, ist das Bayerische Wirtschaftsministerium (StMWi) zuständig. Firmen können sich direkt an die E-Mail Adresse hersteller-corona@stmwi.bayern.de wenden. Ansprechpartner ist Dr. Johann Niggl.
    Bitte schicken Sie nur Information mit spezifischen Produkten, die die grundlegenden Anforderungen erfüllen inkl. der Quantität und Verfügbarkeit/Lieferzeit.
  • Maskenverbund Bayern
    Mit einer Kooperation von drei Unternehmen ist die Produktion von Einweg-Atemschutzmasken im Mai 2020 in Bayern gestartet. Der Verbund dient dem Aufbau einer vollständigen Wertschöpfungskette für Atemschutzmasken in Bayern. Infos dazu finden Sie hier.
  • Plattform Corona-Schutzprodukte Beschaffung und Produktion
    Auf der Plattform der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. können Sie kostenfrei Angebote und Nachfragen von Corona-Schutzprodukten einstellen. Angeboten und gesucht werden Standardschutzmasken wie z.B. Community-Masken, Alltagsmasken o. ä., Schutzschilde (Tröpfchenschutz), Schutzwände, Einwegkleidung und Desinfektionsmittel für den nicht-medizinischen Einsatz, zum Beispiel in Unternehmen, auf Verkaufsflächen und im öffentlichen Nah- und Fernverkehr. Die Produkte sind nicht zertifiziert, aber für den Alltag geeignet.
    Unternehmen die bereits zertifizierte Schutzprodukte anbieten und sich für eine Beschaffung durch den Freistaat Bayern interessieren, können ebenso über das Portal Ihr Interesse bekunden.
    Kontakt: Tel. 089 55178119, E-Mail: beschaffung-corona@vbw-bayern.de
    Zum Portal gelangen Sie hier.
  • ecoFinder
    Der ecoFinder ist das „Grüne Branchenbuch” der IHKs. Es bietet einen bundesweiten Überblick über Dienstleister, Berater, Hersteller und Händler in der Umwelt- und Energiebranche. Es können sich jetzt auch Unternehmen mit Angeboten für Schutzausrüstung wie Masken oder Desinfektionsmittel gezielt eintragen.
  • Der Bundesverband der Maschinenringe e.V. hat mit Unterstützung des Landes Baden-Württemberg die Plattform Das Land Hilft ins Leben gerufen. Es können sowohl Arbeitskräfte für die Landwirtschaft als auch Schutzausrüstungen angeboten werden.
  • Enterprise Europe Network (EEN):
    Mit der internationalen Plattform zielt das EEN-Netzwerk darauf ab, Akteure in Europa zusammenzubringen, um Angebote, Anfragen und Wissen zu teilen. KMU oder Institute können sich eintragen und sich virtuell mit einem passenden Partner austauschen.
Weitere Infos
Bei Fragen zur Umstellung von Produktionskapazitäten, zur Regularien und Zertifizierung oder auch in Bezug auf die Verschiebung der MDR unterstützen sich auch die Mitglieder vom Forum MedTech Pharma. Darüber hinaus werden zahlreiche Infoseiten dargestellt. Infos dazu finden Sie hier.