Pressemeldung

Wirtschaftsstandort gemeinsam zukunftsfest machen

Die Eckpfeiler für eine nachhaltige Standortentwicklung sind für die Vertreterinnen und Vertreter der IHK Regensburg für Oberpfalz / Kelheim sowie der Wirtschaftsförderung in der Stadt Amberg und im Landkreis Amberg-Sulzbach gesetzt: Die Attraktivität der Region für Fachkräfte soll gesteigert, das Thema interkommunale Flächenentwicklung angepackt und der Ausbau der digitalen Infrastruktur vor Ort vorangetrieben werden.
„Gerade jetzt müssen wichtige Rahmenbedingungen im Blick behalten werden, damit die Betriebe in der Region nach der Corona-Krise wieder durchstarten können und der Wirtschaftsstandort auch künftig wettbewerbsfähig bleibt“, sagte IHK-Geschäftsstellenleiterin in Amberg Yvonne Schieder im Gespräch mit Karl-Heinz Brandelik, Geschäftsführer der Gewerbebau Amberg GmbH, und Wirtschaftsförderin Angela Powalla vom Landratsamt Amberg-Sulzbach.

Der Trend geht aufs Land

Vor allem die Attraktivität des Landkreises für Fachkräfte stand im Fokus. Durch die Corona-Pandemie gebe es aktuell einen „positiven Trend zum Leben auf dem Land“, so Schieder. Dazu gehören Menschen, die zurück in die Heimat kehren, genauso wie junge Fachkräfte und ihre Familien, die es von den Städten vermehrt aufs Land zieht. Um diese potenziellen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter abzuholen, müsse die Region mit verschiedenen, ineinandergreifenden Maßnahmen punkten. Dazu zählten nicht nur die Verfügbarkeit von Wohnraum oder ein flexibles Betreuungsangebot für Kinder, auch die Umwelt- und Lebensqualität spiele eine große Rolle.
Für Schieder ist die OTH Amberg-Weiden ein regionaler Anker für Studierende. Im bundesweiten Vergleich sei die Quote derer, die auch nach ihrem Abschluss in der Region bleiben, hoch. Schieder sieht dies nicht zuletzt im Wissenstransfer und in den Kontakten zwischen regionalen Unternehmen und der Hochschule begründet. Nichtsdestotrotz müssten Unternehmen und wirtschaftliche Entscheider vor Ort die Standortthemen mit Bezug auf Fachkräfte weiter konsequent mitdenken. Die IHK-Standortumfrage 2020 zeigt: In der Region Amberg ist hier trotz einer guten Gesamtbewertung durch die regionalen Betriebe von 2,52 noch Luft nach oben. Ein attraktiver Standort – auch hinsichtlich der Aufenthaltsqualität in den Innenstädten und eines vielfältigen Angebots in Handelszentren – bindet Fachkräfte und sichert die Wettbewerbsfähigkeit der Region.

Digitale Infrastruktur als Voraussetzung

Grundvoraussetzung für eine nachhaltige Standortentwicklung seien leistungsfähige, digitale Verbindungen, waren sich Schieder, Powalla und Brandelik einig. Moderne Arbeitswelten mit Home Office oder Co-Working-Angeboten sowie Industrie 4.0 gelingen nur mit lückenlosen Breitband- und Mobilfunk-Netzen. Auch ein Bürokratieabbau in der Verwaltung gehe mit schnellen Datenleitungen einher. Zudem werde man bei der Entwicklung neuer Industrie- und Gewerbegebiete künftig stärker auf die interkommunale Zusammenarbeit setzen sowie Brachflächen reaktivieren müssen. Das gelinge nur gemeinsam im engen Schulterschluss von Stadt und Landkreis, so das Fazit.
(30.06.2021)