Pressemeldung

Strukturen für Start-ups

Leistungsfähige Strukturen sind für die Wettbewerbsfähigkeit einer Region entscheidend, doch dabei geht es für das IHK-Gremium Schwandorf nicht nur um Netze für Daten, Stromversorgung und Verkehr oder Gewerbeflächen, sondern und vor allem gerade jetzt um gründerfreundliche Strukturen. „Der Landkreis muss das Potenzial an innovativen Unternehmensgründern künftig stärker nutzen", betont der Vorsitzende des Schwandorfer IHK-Gremiums Hubert Döpfer.
Nachdem das Mittelstandszentrum Maximilianshütte (MZM) am bisherigen Standort nicht weiter betrieben werden kann, diskutierte das Gremium bei seiner virtuellen Frühjahrsitzung auch mit Landrat Thomas Ebeling die Idee für ein Mittelstandszentrum 2.0 im Landkreis und sprach sich für einen Standort im interkommunalen Gewerbegebiet Schwandorf-Wackersdorf-Steinberg aus. „Ein Standort in der Mitte des Landkreises kann für junge Unternehmen aus allen Landkreisregionen die bestmögliche Wirkung entfalten und wäre ein Impuls für die regionale Gründerszene“, erklärt Döpfer. Die Neuausrichtung ist jedoch abhängig von den Gesellschaftern der Betreiber-GmbH, das heißt vorwiegend von den Kommunen im Städtedreieck.
Die jüngste Entscheidung im Stadtrat von Burglengenfeld ergab ein knappes Votum für den Verbleib des MZM im Städtedreieck. Döpfer befürchte eine politisch motivierte Diskussion vorbei an der Sache: „Für die Wirtschaft gehe es jetzt darum, die Chance für ein modernes und zukunftsorientiertes Konzept für Start-ups und die Gründerszene im Landkreis zu nutzen. Dabei geht es nicht nur um den Standort, sondern um das Netzwerk, das sich über die Region ausbreitet und wirkt.“ Als Region ohne Hochschulstandort müssten bestmögliche Rahmenbedingungen geschaffen werden, um sich attraktiv für Gründerinnen und Gründer aufzustellen, ihr Potenzial vor Ort zu fördern und im Landkreis zu festigen. Gute Erreichbarkeit und Infrastruktur, optimale Beratung und ein funktionierendes Netzwerk zu Wirtschaft und Wissenschaft in der Region seien entscheidende Eckpunkte für ein neues Konzept. „Unser Gremium und die IHK-Geschäftsstelle bringen sich fachlich gerne mit ein, wenn für den Landkreis die beste Lösung gefunden werden soll. Ich hoffe, das gilt auch für die Verantwortlichen in der Kommunalpolitik", betont Döpfer.
(04.05.2021)