Pressemeldung

E-Mobilität in der Region nimmt Fahrt auf

Das IHK-Gremium Amberg-Sulzbach legte in seiner virtuellen Sitzung am vergangenen Dienstag den Fokus auf die Zukunftsthemen Klimaschutz und moderne Mobilität in der Region. Auch wenn die Corona-Pandemie das öffentliche und wirtschaftliche Leben noch fest im Griff hat, „müssen entscheidende Standortthemen stetig weiter verfolgt werden, damit unsere Wirtschaftsregion und die Unternehmen vor Ort international wettbewerbsfähig bleiben“, betonte Gremiumsvorsitzender Markus Frauendorfer.
Mit den Klimaschutzbeauftragten der Stadt Amberg Corinna Loewert und des Landkreises Amberg-Sulzbach Joachim Scheid sowie Prof. Dr. Stephan Prechtl, Geschäftsführer der Amberger Stadtwerke, diskutierten die Unternehmerinnen und Unternehmer über die nachhaltige Entwicklung des Landkreises. „Klimaschutz und Klimaneutralität sind Megatrends, mit denen sich Unternehmen schon heute befassen müssen – denn sie sind Wegweiser für eine nachhaltige Zukunft“, zeigte sich Frauendorfer sicher.

Netzwerke für den Klimaschutz

Klimaschutz gelinge nur gemeinsam, so der Konsens. Jeder Betrieb könne durch klimafreundliches Wirtschaften einen Beitrag dazu leisten, so Gremiumsgeschäftsführerin Yvonne Schieder. Frauendorfer warb dafür, die Möglichkeiten der Vernetzung in Klimafragen vor Ort noch stärker zu nutzen und das Thema E-Mobilität in den Firmen weiter voranzutreiben: „Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit schließen sich nicht aus.“ Unterstützung bieten beispielsweise die Klimaschutzbeauftragen Loewert und Scheid. Sie stellten Möglichkeiten für nachhaltiges Handeln und regionale Netzwerke vor. Wie Unternehmen ihren CO2-Fußabdruck herausfinden und verbessern können, zeigte Dr. Robert Baumhof, IHK-Bereichsleiter Energie und Umwelt: „Der IHK-Klimaschutzleitfaden ermöglicht einerseits die Einordnung des Unternehmens im Branchenkontext, was den Energieverbrauch und damit verbundene Emissionen angeht, und andererseits das Erkennen von Einsparmöglichkeiten.“ Positiv bewertete Prof. Dr. Prechtl von den Amberger Stadtwerken die Entwicklung der E-Mobilität in der Region. Nicht zuletzt aufgrund der Förderungen durch den Bund in den vergangenen beiden Jahren nehme das Thema weiter Fahrt auf. Mit aktuell 17 Ladesäulen und 136 gemeldeten Wallboxen gelte das in der Stadt Amberg auch für die entsprechende Ladeinfrastruktur.

Licht am Ende des Corona-Tunnels

Anschließend tauschten sich die Gremiumsmitglieder zu ihren Erfahrungen in der Corona-Krise aus und zeigten sich im Hinblick auf ihre aktuelle Geschäftslage größtenteils verhalten positiv. Die Pandemie wirkt sich nach wie vor unterschiedlich stark auf die einzelnen Branchen aus. Einzelhandel, Reiseunternehmen, Gastronomie oder Tourismus kämpfen mit den Auswirkungen der Lockdown-Maßnahmen und sind vielerorts noch nicht über den Berg. Dagegen ist die Industrie momentan das Zugpferd für die konjunkturelle Entwicklung. Auch die Baubranche, der Automobilsektor oder die Finanzbranche zeigen sich stabil. Die aktuell größte Herausforderung, die sich wie ein roter Faden durch alle Wirtschaftszweige zieht, ist die Beschaffung und Verfügbarkeit von Rohstoffen und Vormaterialien sowie eine damit einhergehende Kostensteigerung. „Eine stark exportorientierte Region wie Amberg-Sulzbach ist auf eine Verbesserung der internationalen Lieferketten und eine Normalisierung der wirtschaftlichen Kreisläufe angewiesen“, sagte Frauendorfer.
(20.05.2021)