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Vorgaben zu Holzverpackungen im Export: Hinweis durch BMEL

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) weist schriftlich darauf hin, dass Vorgaben zur Pflanzengesundheit bei Holzverpackungen im Export (ISPM 15 bei Verpackungsholz; Richtlinie zur Regelung von Holzverpackungen im internationalen Handel) offenbar häufig nicht ausreichend befolgt werden.
Einschleppung von Schadorganismen
Ziel dieses Standards ist es, die Ein- und Verschleppung von Schadorganismen durch Holzverpackungen zu verhindern. Demnach müssen Holzverpackungen beim Export aus der EU in Drittländer aus entrindetem Holz hergestellt werden, einer vorgegebenen phytosanitären Behandlung unterzogen werden (in Deutschland die Hitzebehandlung) und mit einer offiziellen ISPM 15-Markierung versehen werden. Diese Markierung lässt die Rückverfolgbarkeit jeder Holzverpackung bis zu deren Hersteller zu.
Erhebliche Kosten bei Beanstandungen

Das BMEL weist darauf hin, dass es regelmäßig zu Beanstandungsmeldungen kommt, wonach Sendungen mit Holzverpackungen ohne ISPM 15-Markierung festgestellt werden. Daraus könnten zum Teil erhebliche Kosten und mögliche Strafen für Importeure - etwa in den USA - entstehen. Daher erinnert das BMEL an die Einhaltung des ISPM 15 für exportorientierte Unternehmen – etwa im Bereich Transport.
Eine Länderübersicht der Anwenderstaaten und Hinweise zu nationalen Besonderheiten werden auf der Webseite des Julius-Kühn-Institut zur Verfügung gestellt. Holzverpackungen, die innerhalb der EU oder im Warenverkehr mit der Schweiz eingesetzt werden, müssen nicht gemäß ISPM-15 behandelt sein. Es kann aber Ausnahmen  geben, wenn Schädlinge innerhalb der EU auftreten. 

Informationen zum ISPM 15 finden Sie unter folgenden Links: