Coronavirus

Wiedereröffnung nach Corona: Konzept für die Hygiene in der Hotellerie

Neue Regelungen ab dem 2. September

Hier die wichtigsten Ergebnisse für das Beherbergungsgewerbe:
Am 2. September tritt die neue 14. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung in Kraft und gilt bis einschließlich 1. Oktober.
Im Bereich der Beherbergung entfallen die bisherigen Einschränkungen, wonach Zimmer nur im Rahmen der Kontaktbeschränkungen vergeben werden dürfen, die allgemeinen Kontaktbeschränkungen entfallen ersatzlos.
Nur für Ungeimpfte gilt hier im Rahmen von 3G, dass Tests wie bisher bei Ankunft und danach jede 72 Stunden vorgelegt werden müssen. Die Testungen dürfen dabei vor höchstens 24 Stunden, im Falle eines PCR-Tests vor höchstens 48 Stunden durchgeführt worden sein. Neben den PCR-, POC-Antigentests und den unter Aufsicht vorgenommenen Selbsttests wird auch ein schriftliches oder elektronisches negatives Testergebnis eines PoC-PCR-Tests anerkannt.
Im Übrigen gelten die allgemeinen Regelungen insb. zur Maskenpflicht. Die FFP2-Maskenpflicht entfällt. Die medizinische Maske („OP-Maske“) ist der neue Maskenstandard. Unter freiem Himmel gibt es künftig generell keine Maskenpflicht mehr.
Bitte beachten: bei der Anreise von Hotelgästen wird nicht mehr zwischen Geschäftsreisenden und Urlaubsgästen unterschieden, jeder Übernachtungsgast muss einen negativen Test vorweisen können.  Aushänge mit diesem Hinweis in deutscher und englischer Sprache finden Sie unter Weitere Informationen. 
Das Rahmenkonzept mit den Hygieneregeln finden Sie hier.  
Geimpfte und genesene Personen sowie Kinder bis zum 6. Geburtstag sind von Testpflichten nach den allgemein geltenden Grundsätzen ausgenommen. Im Übrigen richten sich die näheren Details der obigen Öffnungen nach Rahmenkonzepten, die die Staatsministerien für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie mit dem Staatsministerium für Gesundheit und Pflege erstellen. 

Konzepte und Schulung

Reinigung und Lüftung

  • Stellen Sie Ihren Gästen und Mitarbeitern ausreichend Waschgelegenheiten, Flüssigseife, Einmalhandtücher und ggf. Händedesinfektionsmittel bereit. Mitarbeiter werden zum richtigen Händewaschen geschult. Sanitäre Einrichtungen sind mit Seifenspendern und Einmalhandtüchern/Trockengebläse auszustatten. Hier finden Sie ein Plakat zum richtigen Händewaschen zum Ausdruck und zum Aufhängen.
  • Erstellen Sie ein Reinigungskonzept nach HACCP unter Berücksichtigung der Nutzungsfrequenz von Kontaktflächen, z.B. Türgriffe.
  • Lüften Sie häufig und kräftig: Erstellen Sie ein Lüftungskonzept für Ihren Betrieb. Zur Gewährleistung eines regelmäßigen Luftaustausches ist die Lüftungsfrequenz abhängig von der Raumgröße und Nutzung zu berücksichtigen. Alle gegebenen Möglichkeiten der Durchlüftung aller Räumlichkeiten, die dem Aufenthalt von Gästen dienen, sind zu nutzen. Bei evtl. vorhandenen Lüftungsanlagen ist darauf zu achten, dass es zu keiner Erregerübertragung kommt, z.B. durch Reduzierung des Umluftanteils, Einbau bzw. häufiger Wechsel von Filtern.
  • Reinigen Sie Gästetoiletten regelmäßig. Stellen Sie sicher, dass Flüssigseife, Einmalhandtücher und ggf. Händedesinfektionsmittel und Einmalhandschuhe zur Verfügung stehen. Informieren Sie Gäste über richtiges Händewaschen und Abstandsregelungen auch im Sanitärbereich - siehe Plakat zum richtigen Händewaschen. Soweit erforderlich, wird der Zugang geregelt, um die Einhaltung des Mindestabstands sicherzustellen

Check-In

  • Beim Check-in werden die Kontakte zwischen Mitarbeitern und Gästen und der haptische Kontakt zu Bedarfsgegenständen (z.B. Stifte, Meldeschein) auf das Notwendige beschränkt oder so gestaltet, dass nach jeder Benutzung eine Reinigung / Auswechslung erfolgt. Seit dem 17. Juni ist auch der digitale Check-In der Gäste möglich.
  • Zur Nachverfolgung von Infektionsketten müssen die Kontaktdaten der Gäste beim Check-In erfasst werden. Darüber hinaus müssen Sie Ihre Gäste über die Datenverarbeitung informieren.