Coronavirus

Umgang mit Kontaktdaten

Die Erfassung von Kontaktdaten ist für die Rückverfolgung von Corona-Infektionen in vielen Bereichen vorgeschrieben. Aber welche personenbezogenen Daten dürfen erfasst werden? Wie lange müssen sie aufbewahrt werden? Wer darf sie einsehen?
Der Gesetzgeber hat mit § 28a IfSG eine neue Regelung geschaffen: Nach Abs. 1 Nr. 17 kann die Anordnung der Verarbeitung der Kontaktdaten von Kunden, Gästen oder Veranstaltungsteilnehmern, um nach Auftreten einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 mögliche Infektionsketten nachverfolgen und unterbrechen zu können, eine notwendige Schutzmaßnahme sein.
§ 28a Abs. 4 IfSG regelt die Umgangsweise mit den Daten: Es dürfen nur personenbezogene Angaben sowie Angaben zum Zeitraum und zum Ort des Aufenthaltes erhoben werden, soweit dies zur Nachverfolgung von Kontaktpersonen zwingend notwendig ist. Die Verantwortlichen haben sicherzustellen, dass die erfassten Daten nicht in die Hände von Unbefugten gelangen. Die Daten dürfen nur zum Zweck der Aushändigung an die Gesundheitsämter verwendet werden, wenn diese sie anfordern, und sind vier Wochen nach Erhebung zu löschen / zu vernichten.
Sieht das Hygienekonzept eines Unternehmens die Erfassung von Kundendaten vor oder ist sie durch die Bayerische  Infektionsschutzmaßnahmenverordnung vorgeschrieben, gilt § 5 der 14. BayIfSMV. Danach sind Name, Vorname, Anschrift und eine sichere Kontaktinformation (Telefon oder E-Mail-Adresse) sowie der Zeitraum des Aufenthalts zu dokumentieren. Die Datenerhebung ist auch in elektronischer Form möglich.
Ein Muster-Formular für eine solche Kontaktdatenerfassung mit den entsprechenden Datenschutzinfos finden Sie auf dieser Seite unter “Weitere Informationen”. Die datenschutzrechtlichen Pflichtinformationen, die Sie auf diesem Formular finden, sind individuell anzupassen (gelbe Markierungen) und auch bei einer elektronischen Erhebung zur Verfügung zu stellen.