Coronavirus

Schutzimpfung in Unternehmen

In der Corona-Pandemie sind Schutzimpfungen ein zentraler Schlüssel zur Bewältigung der Krise. Die bundesweite Impfkampagne ist durch die Coronavirus-Impfverordnung geregelt. Bund und Länder sind sich einig, nach Schaffung kommunaler Impfzentren und der Einbindung der Hausärzte auch Betriebsärzte konsequent in die Kampagne zu integrieren. Damit soll den Belegschaften in Unternehmen ein Zugang zur Schutzimpfung gewährt werden.

Wann startet flächendeckendes Impfen in Betrieben?

Die bundesweite Einbindung der Betriebsärzte und betriebsärztlichen Dienste zur Durchführung von Impfungen wird für Juni 2021 erwartet. Der Bund hat angekündigt, seine Impfverordnung anzupassen. Aktuell werden Fragen zur Impfstoffverteilung, der Kostenübernahme und zum Digitalen Impfquotenmanagement zwischen Bund und Ländern geklärt. Im Freistaat Bayern wurden in einer “Impfallianz” zur Organisation und Durchführung von Schutzimpfungen in Betrieben zehn Modellunternehmen ausgewählt. Detailinformationen zum aktuellen Stand können auch auf der gemeinsamen Seite der Spitzenverbände der Deutschen Wirtschaft abgerufen werden.

Wie werden in Bayern Modellunternehmen für die Impfkampagne ausgewählt?

Die Modellunternehmen wurden gemeinsam vom Bayerischen Gesundheitsministerium und der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) anhand fester Kriterien ausgewählt. Voraussetzung ist der Sitz der Unternehmen oder Betriebsstätten in Hochinzidenzgebieten. Für die Erprobung der Abläufe werden 50.000 Impfdosen zur Verfügung gestellt.  Bereits im Mai 2021 sollen in einer zweiten Phase des Modellvorhabens zusätzlich Unternehmen einbezogen werden.

Welche Mitarbeiter darüber hinaus können aktuell eine Schutzimpfung erhalten?

Die Coronavirus-Impfverordnung des Bundes gibt Prioritäten vor, welche Gruppen in der Bevölkerung besonders durch eine mögliche Infektion gefährdet sind und deshalb vorrangig geschützt werden müssen. Neben Alter und Vorerkrankungen definiert die Verordnung auch Berufsgruppen, die einem besonderen Risiko ausgesetzt sind.
So wird z. B. Personen, die in besonders relevanter Position in Einrichtungen und Unternehmen der Kritischen Infrastruktur tätig sind, eine erhöhte Priorität (Prioritätsgruppe 3) eingeräumt. Dies betrifft unter anderen die Bereiche Pharmawirtschaft, Ernährungswirtschaft, Wasser- und Energieversorgung, Transport- und Verkehrswesen sowie Informationstechnik und Telekommunikationswesen. Auch der Lebensmitteleinzelhandel ist hier eingeschlossen.
Die Flexibilierung der strengen Priorisierung gilt als Schlüssel, um auch Betriebsärzte verstärkt in die Impfkampagne einbeziehen zu können. Kleinere Betriebe, die keinen eigenen Betriebsarzt haben, sollen ihren Mitarbeitern in Zukunft im kommunalen Impfzentrum eine Impfung ermöglichen können. In Regionen mit besonders hohen Inzidenzen, werden bereits jetzt zusätzlich Sonderkontingente an Vakzinen verimpft.