Coronavirus

Informationen zum Kurzarbeitergeld

Das Wichtigste im Überblick

Die Kurzarbeiterregelungen wurden zur Unterstützung von Corona-betroffenen Unternehmen befristet entschärft:
  • Anspruch auf Kurzarbeitergeld (Kug) besteht, wenn mindestens 10 Prozent der Beschäftigten einen Arbeitsentgeltausfall von mindestens 10 Prozent haben
  • Auf den Aufbau negativer Arbeitszeitsalden kann verzichtet werden
  • Ermöglichung des Kurzarbeitergeldbezugs auch für Leiharbeitnehmer
  • Anfallende Sozialversicherungsbeiträge für ausgefallene Arbeitsstunden werden erstattet (Voraussetzung: Einführung der Kurzarbeit bis zum 30.09.2021). Die Erstattung durch die Arbeitsagentur erfolgt bis 30.09.2021 in Höhe von 100 Prozent und vom 01.10.2021 bis 31.12.2021 in Höhe von 50 Prozent
Das Kurzarbeitergeld wird in folgenden Fällen bezahlt:
  • Der Arbeitsausfall beruht auf wirtschaftlichen Gründen oder auf einem unabwendbaren Ereignis (z.B. Corona-Pandemie)
  • Der Arbeitsausfall ist unvermeidbar
  • Der Arbeitsausfall ist vorübergehender Natur
Darüber hinaus gelten die ursprünglichen Regelungen zum Kurzarbeitergeld z. B. zu den Regelvoraussetzungen oder der Höhe des Kurzarbeitergeldes weiter.
Weitere Informationen finden Sie bei der Bundesagentur für Arbeit.
Ansprechpartner für den Erhalt des Kurzarbeitergeldes sind die Arbeitsagenturen vor Ort.
Wichtig:
  1. Unternehmer sollten zuerst überprüfen, ob bereits eine Rechtsgrundlage für Kurzarbeit mit entsprechender Entgeltkürzung besteht. Die Möglichkeit zur Anordnung von Kurzarbeit kann z.B. im Rahmen einer Betriebsvereinbarung oder in einem anzuwendenden Tarifvertrag geregelt sein.
  2. Zunächst muss die Kurzarbeit gegenüber der Agentur für Arbeit mit dem zugehörigen Formular angezeigt werden, bevor im zweiten Schritt das Kurzarbeitergeld beantragt werden kann.
  3. Achtung: Sie haben Ihre Kurzarbeit mindestens drei Monate unterbrochen? Dann müssen Sie eine neue KUG-Anzeige bei der Arbeitsagentur einreichen. Die Anzeige des Arbeitsausfalls muss in dem Monat eingehen, in dem die Kurzarbeit beginnt.

Neue Regelungen für das Jahr 2021

Die Regelungen der Kurzarbeitergeldverordnung sollen für die Unternehmen und Beschäftigten, die von der COVID-19-Pandemie und ihren Folgen betroffen sind, eine beschäftigungssichernde Brücke in das Jahr 2022 bauen und Planungssicherheit geben. Die Verordnung trat mit Wirkung vom 1. März 2020 in Kraft und ist bis Ende 2021 befristet. Sie ist durch drei Änderungsverordnungen angepasst worden, zuletzt am 23. Juni 2021.
Verlängerungsanzeigen für den Bezug von Kurzarbeitergeld über den 31.12.2020 hinaus (auf bis zu 24 Monate, bis längstens zum 31.12.2021) können gestellt werden.
Die erleichterten Bezugsregelungen für das Kurzarbeitergeld wurden bis zum 31.12.2021 verlängert, unter der Voraussetzung, dass die Betriebe bis zum 30.09.2021 Kurzarbeit eingeführt haben. Die Sozialversicherungsbeiträge werden auf Antrag von der BA vom
1.1.2020 bis zum 30.09.2021 in voller Höhe und vom
1.10.2021 bis zum 31.12.2021 in Höhe von 50 Prozent pauschaliert erstattet, wenn der Betrieb bis zum 30.09.2021 Kurzarbeit eingeführt hat.
Für das Jahr 2021 gibt es keine besondere Verfahrensregelung zur Einbringung von Urlaub mehr. Es gilt also, dass - wie auch in früheren Jahren - Urlaub zur Vermeidung von Kurzarbeit einzubringen ist, soweit die Urlaubswünsche der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht entgegenstehen (siehe FAQ unten).
Hier finden Sie die zugehörigen Gesetzestexte:

FAQs