Coronavirus

Regelungen zur Öffnung für Handel, Dienstleistung und Gastronomie

Verschärfte Maßnahmen Bayern (Stand 30.10.2020)

Ministerpräsidenten und Bundesregierung haben am 28. Oktober 2020 gemeinsame Maßnahmen beschlossen, um die rapide steigenden Infektionszahlen einzudämmen. Die Bay. Staatsregierung hat diese Maßnahmen am 29.10.2020 übernommen.
Die Maßnahmen gelten bereits am Montag, 2. November 2020 und bis Ende November. Die Regelungen und Beschränkungen finden Sie in der Achten Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung

Welche Maßnahmen betreffen die Wirtschaft?

  • Der gemeinsame Aufenthalt im öffentlichen Raum, in privat genutzten Räumen und auf privat genutzten Grundstück ist nur gestattet
    • mit den Angehörigen des eigenen Hausstandes sowie
    • zusätzlich den Angehörigen eines weiteren Hausstands, solange dabei eine Gesamtanzahl von insgesamt max. 10. Personen nicht überschritten wird.
  • Gastronomische Betriebe werden geschlossen. Dazu gehören: Bars, Kneipen und ähnliche Einrichtungen. Geschlossen bleiben Clubs und Diskotheken. Davon ausgenommen ist die Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen für den Verzehr zu Hause sowie der Betrieb von Kantinen.
  • Touristische Übernachtungen sind verboten. Wichtige Fragen und Antworten zur Beherbergung von Gästen finden Sie auf der Homepage des Deutschen Tourismusverbandes.
  • Freizeiteinrichtungen aller Art werden geschlossen. Dazu gehören: Theater, Opern, Konzerthäuser und ähnliche Einrichtungen, Kinos, Freizeitparks und Anbieter von Freizeitaktivitäten (drinnen und draußen), Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen und ähnliche Einrichtungen, Prostitutionsstätten, Schwimm- und Spaßbäder, Saunen, Thermen, Fitnessstudios, Wellnesseinrichtungen, Museen, Zoos und ähnliche Einrichtungen.
  • Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe, müssen schließen. Medizinisch notwendige Behandlungen (z. B. Physio-, Ergo-, Logotherapie, Podologie / Fußpflege) bleiben weiter möglich. Friseursalons bleiben unter den bestehenden Auflagen zur Hygiene geöffnet. Solarien dürfen ebenfalls öffnen.
  • Veranstaltungen aller Art werden untersagt, ausgenommen sind verfassungsrechtlich geschützte Bereiche (z. B. Gottesdienste, Versammlungen nach dem Bayerischen Versammlungsgesetz).
  • Der Indoorsportbetrieb (Fitnessstudios, Sporthallen, Tanzschulen, etc.) wird geschlossen. Dies betrifft auch Individualsportarten (Yoga, EMS-Studios, etc.) in geschlossenen Räumen. Individualsport kann nur noch unter Einhaltung der geltenden Personenbeschränkung im Freien durchgeführt werden. Profisportveranstaltungen können nur ohne Zuschauer stattfinden.
  • Der Groß- und Einzelhandel bleibt geöffnet . Auflage: Nur ein Kunde pro 10 qm Verkaufsfläche.
  • Messen, Kongresse und Tagungen werden geschlossen.
Die wichtigsten Antworten auf die Fragen zum Lockdown Light finden Sie auf der Seite des Bayerischen Gesundheitsministeriums.
Es gelten außerdem landesweit auch die bereits jetzt für Gebiete mit einer Inzidenz größer 50 geltenden Maßnahmen wie insbesondere die Maskenpflicht an den Schulen (einschließlich Grundschule), auf frequentierten öffentlichen Plätzen und am Arbeitsplatz, das ab 22 Uhr geltende Alkoholkonsumverbot auf stark besuchten öffentlichen Plätzen oder das ebenfalls ab 22 Uhr geltende Alkoholverkaufsverbot an Tankstellen und durch Lieferdienste.

Geplante Fördermaßnahmen

  • Betriebe, die durch einen evtl. Lockdown geschädigt werden, sollen finanziell unterstützt werden mit 7 bis 10 Mrd. Euro. Kleinere Betriebe mit bis zu 50 Mitarbeitern sollen bis zu 75 Prozent des Umsatzes vom November 2019 erhalten, größere Betriebe bis zu 70 Prozent.
  • Der Schnellkredit der KfW Bankengruppe für Unternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten soll angepasst. werden.
Umgesetzt werden müssen die Beschlüsse auf Länderebene. D.h. die Regelungen treten erst mit Erlass einer bayerischen Maßnahmenverordnung in Kraft.