Coronavirus

Finanzielle Unterstützung

Überbrückungshilfe Corona

Die Überbrückungshilfe bietet finanzielle Unterstützung für kleine und mittelständische Unternehmen, Selbstständige sowie gemeinnützige Organisationen. Sie hilft Umsatzrückgänge während der Corona-Krise abzumildern. Die Förderung ist ein gemeinsames Angebot von Bund und Ländern.
Die Überbrückungshilfe umfasst fünf Phasen:
  • ÜH I mit dem Förderzeitraum Juni 2020 bis August 2020
  • ÜH II mit dem Förderzeitraum September 2020 bis Dezember 2020
  • ÜH III mit dem Förderzeitraum November 2020 bis Juni 2021
  • ÜH III Plus mit dem Förderzeitraum Juli 2021 bis Dezember 2021
  • ÜH IV mit dem Förderzeitraum Januar 2022 bis März 2022
Details finden Sie im Fragen und Antwortenkatalog des Bundes

Bayerische Sonderhilfen Weihnachtsmärkte

Der Ministerrat hat am 3. Dezember 2021 entschieden, die durch die kurzfristige Absage der Weihnachtsmärkte besonders betroffenen Marktkaufleute und Schausteller zu unterstützen. Geplant ist ein monatlicher Unternehmerlohn in Höhe von bis zu 1.500 Euro für den Zeitraum November 2021 bis März 2022. Der Unternehmerlohn soll zusätzlich zu den bestehenden Hilfen des Bundes ( Überbrückungshilfe III Plus) gewährt werden. Das Bayerische Wirtschaftsministerium erarbeitet derzeit die Konditionen der Bayerischen Sonderhilfe Weihnachtmärkte. Einzelheiten werden in Kürze auf der Seite des Bay. Staatsministeriums veröffentlicht.

Sonderfonds Kulturveranstaltungen

Der Sonderfonds besteht aus zwei Modulen: kleinere und mittelgroße Veranstaltungen erhalten einen Zuschuss auf ihre Ticketeinnahmen, damit sie auch mit verringerter Teilnehmerzahl stattfinden können. Größere Veranstaltungen erhalten eine Absicherung gegen Corona-bedingte Absagen. Weitere Infos erhalten Sie hier.

Sonderfonds Messen

Mit einem Sonderfonds sichern Bund und Länder die Vorbereitungskosten von Messen und Ausstellungen gegen das Risiko einer Corona-bedingten Veranstaltungsabsage ab. Damit sollen Anreize zur Planung und Durchführung von Messen und Ausstellungen gesetzt werden. Denn die Vorbereitung der Veranstaltungen ist mit kostenintensiven Investitionen über einen langen Zeitraum verbunden.
Nur wenn Messen und Ausstellungen geplant und organisiert werden, können damit verbundene Aufträge in der verbundenen Dienstleistungswirtschaft ausgelöst werden. Der Sonderfonds ist daher nicht nur für Veranstalterinnen und Veranstalter, sondern für die gesamte Messewirtschaft eine wichtige Ergänzung zu den bestehenden Hilfen der Bundesregierung, der Länder und der Kommunen.
Mehr Informationen erhalten Sie hier.

Härtefallhilfen

Die  Härtefallhilfe ergänzt die bestehenden Corona-Hilfsprogramme des Bundes und der Länder. Unternehmen und Selbständigen, die aufgrund von speziellen Fallkonstellationen in den bestehenden Hilfsprogrammen von Bund und Ländern nicht berücksichtigt sind, die grundsätzlich aber förderwürdige Fixkosten aufweisen, und deren wirtschaftliche Not eindeutig durch die Corona-Pandemie bedingt wurde, können im Rahmen der Härtefallhilfe unterstützt werden.

Bayernfonds

Der BayernFonds unterstützt Unternehmen, ihre Kapitalbasis zu stärken und Liquiditätsengpässe zu überwinden. Dadurch soll der BayernFonds die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie auf jene Unternehmen der Realwirtschaft abmildern, deren Bestandsgefährdung erhebliche Auswirkungen auf die Wirtschaft, die technologische oder wirtschaftliche Souveränität, Versorgungssicherheit, kritische Infrastrukturen oder den Arbeitsmarkt in Bayern hätte.
Zugangskriterien:
  • Unternehmen der Realwirtschaft, deren Bestandsgefährdung erhebliche Auswirkungen auf die Wirtschaft, die technologische oder wirtschaftliche Souveränität, Versorgungssicherheit, kritische Infrastrukturen oder den Arbeitsmarkt in Bayern hätte.
  • Bilanzsumme von mehr als 10 Mio EUR
  • mehr als 10 Mio EUR Umsatzerlöse
  • mindestens 50 Arbeitnehmer
Start-ups, die seit dem 01.01.2017 in mindestens einer abgeschlossenen Finanzierungsrunde von privaten Kapitalgebern mit einem Unternehmenswert von mindestens 5 Mio EUR einschließlich des durch diese Runde eingeworbenen Kapitals bewertet wurden, sind ebenfalls antragsberechtigt.
Hinweis: Entsprechend der beihilferechtlichen Grundlage können Maßnahmen aus dem BayernFonds nur bis zum 31. Dezember 2021 gewährt werden. Entscheidend ist dabei nicht das Datum der Antragstellung, sondern das der tatsächlichen Gewährung der Maßnahme. Eine Antragstellung bis zum 30. September 2021 wird dahingehend dringend empfohlen, um den Abschluss der sorgfältigen Antragsprüfung zu gewährleisten.
Detailinformationen finden Sie unter BayernFonds

Unterstützung durch die LfA

Die LfA verlängert Ihre bereits bestehenden Corona-Hilfen bis zum 30.06.2022. Die Details hierzu finden Sie auf der Homepage der LfA.
Die LfA hilft Unternehmen bei der Bewältigung der Corona-Krise mit Krediten und Risikoübernahmen. Voraussetzung für die Unterstützung der Unternehmen ist ein grundsätzlich tragfähiges Geschäftsmodell. Bei Interesse an einem LfA- Programm gilt das Hausbankprinzip. Die Antragstellung erfolgt über die Hausbank. Als Hausbank kann jede beliebige Bank oder Sparkasse gewählt werden.
Corona-Schutzschirm-Kredit
  • Der Corona-Schutzschirm-Kredit mit obligatorischer 90-prozentiger Haftungs­freistellung wird zur Unterstützung der bayerischen Wirtschaft bei der Bewältigung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise ausgereicht.
  • Antragsberechtigt sich Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft mit einem Jahresumsatz (Konzernumsatz) bis einschließlich 500 Millionen EUR, Angehörige der Freien Berufe und Unternehmen, die zum 31.12.2019 nicht in Schwierigkeiten nach EU-Definition waren
  • Finanziert werden Investitionen und Betriebsmittel mit 10.000 EUR bis 30 Millionen EUR
  • Kreditausfallrisiko: Die LfA übernimmt 90 Prozent und die Hausbank 10 Prozent des Risikos- 90 prozentige Haftungsfreistellung
  • Der Kredit ist bei der Hausbank zu beantragen.
  Universalkredit
  • Antragsberechtigt sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft mit einem Jahresumsatz (Konzernumsatz) bis einschließlich 500 Millionen Euro und Angehörige der Freien Berufe.
  • Finanziert werden Investitionen, die Anschaffung von Warenlagern sowie der allgemeine Betriebsmittelbedarf einschließlich Umschuldung kurzfristiger Verbindlichkeiten.
  • Darlehenshöchstbetrag: 10 Millionen Euro je Vorhaben.
  • Soweit ein Darlehen bis 4 Millionen Euro bankmäßig nicht ausreichend abgesichert werden kann, ist für Unternehmen mit einem Konzernumsatz bis einschließlich 500 Millionen Euro eine 80-prozentige Haftungsfreistellung möglich.
  • Für Haftungsfreistellungen bis 500.000 Euro gilt zudem – in allen LfA-Förderkrediten mit Haftungsfreistellung – ein vereinfachtes Beantragungs- und Bearbeitungsverfahren.
Akutkredit
  • Antragsberechtigt sind mittelständische Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft.
  • Darlehenshöchstbetrag: 2 Millionen Euro
  • Auf die Einreichung eines Konsolidierungskonzeptes wird generell verzichtet, sofern die Hausbank bei der Beantragung einen Konsolidierungsanlass gegenüber der LfA bestätigt.
Schnellkredit Corona
  • Unternehmen, Einzelunternehmer und Freiberufler, die mindestens seit 01.10.2019 am Markt sind und bis zu 10 Beschäftigte haben.
  • für Betriebsmittel und Investitionen
  • 100 Prozent Risikoübernahme durch den Freistaat Bayern, keine Risikoprüfung
  • Darlehenshöchstbetrag für Unternehmen bis 5 Mitarbeiter: 50.000 EUR
  • Darlehenshöchstbetrag für Unternehmen bis 10 Mitarbeiter: 100.000 EUR
  • Der Höchstbetrag ist um ggf. bereits erhaltene oder beantragte Soforthilfen zu reduzieren.
  • max. 25 Prozent des Jahresumsatzes 2019
  • Zinssatz drei Prozent
  • Voraussetzung: Das Unternehmen hat zuletzt Gewinn erwirtschaftet – entweder 2019 oder im Durchschnitt der letzten 3 Jahre.
Bürgschaften
  • Antragsberechtigt: Mittelständische gewerbliche Unternehmen und Angehörige der Freien Berufe.
  • Bürgschaften der LfA können grundsätzlich auch für Betriebsmittel beantragt werden.
  • Der maximale Bürgschaftssatz wird – für Betriebsmittel-, Rettungs- und Umstrukturierungsbürgschaften sowie bei Konsolidierungsdarlehen – auf einheitlich 90 Prozent des Kreditbetrages angehoben.
  • Bei Bürgschaften der LfA bis 500.000 Euro gilt auch das vereinfachte Beantragungs- und Bearbeitungsverfahren wie bei Haftungsfreistellungen bis 500.000 Euro.
  • Bürgschaften der LfA werden bis zu einem Betrag von 30 Millionen Euro übernommen. Darüber hinaus sind auch Staatsbürgschaften möglich.
  • Für Handwerk, Handel, Hotels und Gaststätten sowie Gartenbaubetriebe stehen Bürgschaften der Bürgschaftsbank Bayern GmbH zur Verfügung.
  • Auf eine persönliche Mithaftung kann verzichtet werden, soweit in diese nicht problemlos eingewilligt werden kann.
  • Beantragung: Bei Ihrer Hausbank
  • Weitere Informationen finden Sie hier
Kontaktmöglichkeit:
Für die Oberpfalz: Anne Schober-Morg, Tel. 0911 8100815
Für Niederbayern: Erika Hammel, Tel. 089 21242268
LfA-Förderberatung: info@lfa.de

Unterstützung durch die Bürgschaftsbank Bayern

Für Handwerk, Handel, Hotel- und Gaststättengewerbe sowie Gartenbau steht das Bürgschaftsangebot der Bürgschaftsbank Bayern GmbH zur Verfügung.
Die Bürgschaftsbank erhöht die Bürgschaftsobergrenze von bisher 1,25 Mio. Euro auf künftig 2,50 Millionen Euro. Zusätzlich erfolgt eine Anhebung der Bürgschaftsquote für Betriebsmittelfinanzierung auf maximal 90 Prozent.
Bei Interesse gilt auch hier das Hausbankprinzip.
Kontaktmöglichkeit: Tel. 089 54585713

Unterstützung durch die KfW

Genutzt werden können die bewährten und auf die Situation angepassten Förderinstrumente. 
Eine Beantragung ist bis zum 30.04.2022 möglich.
(Bitte beachten Sie, dass die Hausbank, für die Beantragung eine gewisse Vorlaufzeit benötigt!)
  • KfW-Unternehmerkredite und ERP-Gründerkredite Universell unterliegen künftig gelockerten Bedingungen: Zum einen werden Risikoübernahmen erhöht, zum anderen werden die Instrumente auch für Großunternehmen geöffnet.
  • Der "KfW Kredit für Wachstum" für Unternehmen mit bis zu 2 Mrd. Euro Umsatz
  • Unternehmen, die vorübergehend aufgrund der Corona-Krise in Finanzierungsengpässe geraten, können zusätzliche KfW-Sonderprogramme nutzen. Die KfW beteiligt sich an Konsortialfinanzierungen für Investionen und Betriebsmittel von mittelständischen und großen Unternehmen.
  • Förderkredit für Anschaffungen und laufende Kosten für Unternehmen, die mindestens seit Januar 2019 am Markt sind
  • Max. Kreditbetrag: Das Kreditvolumen pro Unternehmen beträgt bis zu 25 Prozent des Gesamtumsatzes im Jahr 2019
  • Unternehmen mit bis 10 Beschäftigten erhalten max. 675.000 Euro
    Der maximale Kreditbetrag wird ab 01.01.2022 auf 850.000 Euro erhöht
  • Unternehmen mit über 10 bis 50 Beschäftigten erhalten max. 1.125.000 Euro
    Der maximale Kreditbetrag wird ab 01.01.2022 auf 1.500.000 Euro erhöht
  • Unternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten erhalten max. 1.800.000 Euro
    Der maximale Kreditbetrag wird ab 01.01.2022 auf 2.300.000 Euro erhöht
  • Bis zu 10 Jahre Laufzeit
  • Auf Wunsch bis zu 2 tilgungsfreie Jahre zu Beginn
  • Der Zinssatz orientiert sich an der Entwicklung des Kapitalmarktes und wird spätestens mit Zusage der KfW festgelegt.
  • 100 % Risikoübernahme durch die KfW
  • keine Risikoprüfung durch Ihre Bank
  • Sie müssen keine Sicherheiten stellen wie sonst bei Krediten üblich.
  • Voraussetzung: Sie haben haben im Durchschnitt der Jahre 2017 bis 2019 oder im Jahr 2019 einen Gewinn erzielt einen Gewinn (bzw. seit Sie am Markt aktiv sind, falls der Zeitraum kürzer ist)
Kontaktmöglichkeit für Beratungsfragen für Unternehmen: 0800 5399001
Generell gilt auch bei den KfW Krediten das Hausbankprinzip. Nehmen Sie daher auch hier Kontakt mit Ihrer Bank auf.

Entschädigung nach § 56 Infektionsschutzgesetz

Es ist außerdem möglich Entschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz zu erhalten. Informationen finden Sie hier sowie auch hier.

Grundsicherung

Alle Personen, die zu wenige oder keine eigenen Mittel zur Sicherung ihres Lebensunterhalts zur Verfügung haben, können einen Anspruch auf Grundsicherung (Arbeitslosengeld II) haben. Sie müssen dabei nicht ihre Selbstständigkeit aufgeben. Grundsicherung umfasst den Regelbedarf für den persönlichen Lebensunterhalt. Außerdem können auch Mietkosten übernommen werden. Der Antrag auf Grundsicherung erfolgt über das zuständige Jobcenter. Weitere Informationen finden Sie hier.
Die Möglichkeiten für Solo-Selbstständige bei der Grundsicherung sind verbessert worden.
  • Neu ist ein gesonderter, individueller Freibetrag für die Altersvorsorge. Hierfür werden für jedes Jahr der Selbständigkeit künftig 8.000 Euro nicht als Vermögen angesehen.
  • Zudem wird klargestellt, dass das Betriebsvermögen anrechnungsfrei bleibt, wenn es zur Fortsetzung der Selbständigkeit dient. Die Klarstellung hierbei besteht darin, dass es im Unterschied zur bisherigen Regelung nicht mehr „unentbehrlich“ sein muss.
  • Darüber hinaus wird bestimmt, dass Solo-Selbständige – anders als die anderen Bezieher von SGB II-Grundsicherungsleistungen – sich nicht der Vermittlung in Arbeit zur Verfügung stellen müssen. Die Vermittlung in Arbeit kann von den betroffenen Personen jedoch selbst gewünscht werden.
Bereits seit März 2020 gilt, nun unter den o. a. Modifikationen:
  • Die tatsächlichen Wohnkosten (Miete und Heizung) werden nicht überprüft.
  • Die Vermögensprüfung wurde vereinfacht.
  • Betriebsvermögen, das zur Fortsetzung der Erwerbstätigkeit unentbehrlich ist, bleibt ebenfalls anrechnungsfrei.
Die neuen Regelungen gelten für die Jobcenter.
Die Regelungen über den erleichterten Zugang zur Grundsicherung gelten für Bewilligungszeiträume, die  bis zum 31. März 2022 beginnen.

Hilfspaket für Start-ups

Mit dem Start-up-Schutzschild hilft der Bund jungen, innovativen Unternehmen gut durch die Corona-Krise zu kommen. Mit dem Maßnahmenpaket sollen gezielt Start-ups und kleine mittelständische Unternehmen mit einem zukunftsfähigen Geschäftsmodell unterstützt werden. 
Mehr Informationen  hier.

Weitere Unterstützungen durch den Bund

Unterstützung kultureller Spielstätten

Unterstützt werden kulturelle Spielstätten, die von der durch die COVID-19-Virus ausgelösten Pandemie wirtschaftlich geschädigt sind und die jeweils nachweisen können, dass der Betrieb einer kulturellen Spielstätte ihr hauptsächlicher Unternehmenszweck ist und dass die Spielstätte ihren Sitz in Bayern hat. Weitere Infos finden Sie hier.

Freistellung vom Rundfunkbeitrag

Um der aktuellen Situation von Unternehmen, Institutionen oder Einrichtungen des Gemeinwohls im Zuge der Corona-Pandemie Rechnung zu tragen, kann bei einer behördlich angeordneten Schließung unter bestimmten Voraussetzungen eine rückwirkende Freistellung von der  Rundfunkbeitragspflicht beantragt werden.

Insolvenzrecht

Unternehmen die in Zahlungsschwierigkeiten geraten finden weitere Informationen unter   Insolvenzverfahren - Ablauf für Schuldner und Gläubiger.

Weitere Auskunftsstellen