Coronavirus

Regeln bei Einreise aus ausländischen Risikogebieten


Stand 01. Juni

Coronavirus-Einreiseverordnung des Bundes am 13.5. in Kraft getreten


Die Coronavirus-Einreiseverordnung (CoronaEinreiseV) der Bundesregierung vom 12. Mai 2021 (BAnz AT 12.05.2021 V1) tritt am 13. Mai 2021 in Kraft.
Die CoronaEinreiseV sieht Pflichten vor, bei und nach der Einreise nach Deutschland vor. Folgende Pflichten werden in der CoronaEinreiseV geregelt:
  • Anmeldepflicht (Digitale Einreiseanmeldung)
  • Quarantänepflicht/ Absonderungspflicht
  • Nachweispflicht (Testergebnis, Impfnachweis, Genesenennachweis)
  • Beförderungsverbot aus Virusvarianten-Gebieten und weitere Pflichten für Beförderer, Verkehrsunternehmen und Mobilfunknetzbetreiber
Weitere Informationen hierzu finden sich auf der Internetseite des Bundesgesundheitsministeriums.
Durch das Inkrafttreten der CoronaEinreiseV wird die bislang in Bayern geltende Einreise-Quarantäneverordnung (EQV) aufgehoben, so dass sich ab dem 13. Mai 2021 die Quarantänepflichten nach der Einreise nach Bayern ausschließlich nach der CoronaEinreiseV der Bundesregierung bestimmen.
Den vollständigen Text der Verordnung finden Sie hier.

Wichtigste Regelungen

  • Einstufung: Maßgeblich für die Einstufung einer Region als Risikogebiet, Virusvariantengebiet und Hochinzidenzgebiet ist die Liste des Robert Koch Instituts.
  • Meldepflichten: Bereits bevor Sie einreisen, müssen Sie eine digitale Einreiseanmeldung durchführen, wenn Sie sich innerhalb der zehn Tage vor der Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten haben. Die Meldepflicht ist auf www.einreiseanmeldung.de durchzuführen. In gewissen Fällen ist keine Meldung erforderlich (z.B. 24-Stunden Aufenthalt in den definierten Grenzregionen).
  • Testpflichten: Nach Aufenthalt in einem Risikogebiet müssen Sie bis spätestens 48 Stunden nach Einreise nachweisen können, dass Sie nicht mit dem Coronavirus infiziert sind. Die zuständige Behörde (in der Regel das Gesundheitsamt) kann die Vorlage eines Nachweises von Ihnen bis zu zehn Tagen nach Einreise verlangen. Nachweise sind entweder ein Testergebnis oder ein ärztliches Zeugnis hinsichtlich des Nichtvorliegens einer Infektion mit dem Coronavirus. Reisende im Luftverkehr oder nach Voraufenthalt in einem Hochinzidenz- oder Virusvariantengebiet müssen sich schon vor der Abreise testen lassen und müssen ein negatives Testergebnis dem Beförderer, beispielsweise der Fluggesellschaft, vorlegen. Es gibt eine generelle Testnachweispflicht für aus dem Ausland Einreisende im Luftverkehr.
  • Quarantäne: Wenn Sie sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben, müssen Sie sich grundsätzlich direkt nach Ankunft nach Hause - oder in eine sonstige Beherbergung am Zielort begeben und zehn Tage lang absondern (häusliche Quarantäne). Bei Voraufenthalt in einem Virusvariantengebiet beträgt die Absonderungszeit vierzehn Tage. Die häusliche Quarantäne kann vorzeitig beendet werden, wenn ein Genesenennachweis, ein Impfnachweis oder ein negativer Testnachweis über das Einreiseportal der Bundesrepublik unter https://www.einreiseanmeldung.de übermittelt wird. Nach Voraufenthalt in Hochinzidenzgebieten kann eine Testung frühestens fünf Tage nach Einreise vorgenommen werden. Nach Aufenthalt in Virusvariantengebieten dauert die Quarantäne 14 Tage und eine vorzeitige Beendigung der Quarantäne ist nicht möglich.
  • Genesene und geimpfte Personen: Impf- und Genesenennachweise können einen negativen Testnachweis ersetzen und von der Einreisequarantäne befreien. Dies gilt jeweils nicht bei Voraufenthalt in einem Virusvariantengebiet.
  • Von vornherein ausgenommen von der Regelung sind Transitreisende und der Güterverkehr sofern der mit dem Güterverkehr verbundene Aufenthalt im Risikogebiet weniger als 72 Stunden beträgt.

Ausnahmen für den Berufsverkehr


Für den Berufsverkehr gibt es für Risikogebiete zahlreiche Ausnahmen. Für Hochinzidenzgebiete gelten diese Ausnahmen nur eingeschränkt. Auf die Ausnahmeregelungen grundsätzlich nicht berufen dürfen sich Personen, die sich in den letzten zehn Tagen vor Einreise in einem sogenannten Virusvariantengebiet aufgehalten haben.
  • Grenzpendler und Grenzgänger: Grenzpendler und Grenzgänger, die täglich oder wöchentlich zum Zwecke der Berufsausübung, ihres Studiums oder ihrer Ausbildung in oder aus einem Risikogebiet reisen sind von der Test- und Quarantänepflicht weitestgehend ausgenommen. Bei Voraufenthalt in einem Virusvariantengebiet sind Grenzpendler und Grenzgänger nur dann von der Anmelde- und Absonderungspflicht ausgenommen, sofern ihre Tätigkeit für die Aufrechterhaltung betrieblicher Abläufe oder der Aufenthalt zu Bildungs- oder Studienzwecken dringend erforderlich und unabdingbar ist.
  • Grenzregionenausnahme: Wer aus Baden-Württemberg in ein Risikogebiet in der Grenzregion reist, kann dies ohne anschließende Absonderungspflicht und ohne besonderen Grund für weniger als 24 Stunden tun. Genauso sind Einreisen aus dem Ausland nach Baden-Württemberg aus den Grenzregionen für weniger als 24 Stunden für alle Personen möglich, die in der Grenzregion ihren Wohnsitz haben. Als Grenzregionen werden in einer weiten Auslegung grundsätzlich alle Anrainerstaaten der Bundesrepublik verstanden.
  • Längere notwendige und unaufschiebbare Dienstreisen: Von der Quarantänepflicht sind Personen befreit, die sich für bis zu fünf Tage zwingend notwendig und unaufschiebbar unter anderem beruflich veranlasst in einem Risikogebiet oder Hochinzidenzgebiet aufgehalten haben oder nach Bayern einreisen. Als Nachweis der Notwendigkeit und Unaufschiebbarkeit soll eine Erklärung durch den Auftraggeber genügen. Eine Orientierungshilfe für die Erklärung kann eine diesbezügliches Musterschreiben des Bundesinnenministeriums dienen.
  • Güterverkehr: Zur Sicherstellung des grenzüberschreitenden Personen-, Waren-, Güter- und Transport-verkehrs wird eine Ausnahme für Transportpersonal vorgesehen. Voraussetzung ist, dass angemessene Schutz- und Hygienekonzepte vorliegen und auch eingehalten werden. Die Ausnahme gilt nicht in vollem Umfang für Virusvariantengebiete und grundsätzlich nicht für Aufenthalte von mehr als 72 Stunden.

Unterscheidung von ausländischen Risikogebieten

Es werden die folgenden drei Arten von Risikogebieten unterschieden:
  • Gebiete, für die das Bundesgesundheitsministerium im Einvernehmen mit dem Auswärtigen Amt und dem Bundesinnenministerium ein erhöhtes Risiko für eine Infektion mit einer bedrohlichen übertragbaren Krankheit festgestellt hat
  • Hochinzidenzgebiete mit einer Inzidenz, die ein Mehrfaches über derjenigen von Deutschland liegt, mindestens aber 200 beträgt
  • Gebiete, in denen besonders ansteckende Virusmutationen verbreitet sind
Welche Staaten oder Regionen entsprechend dieser Kategorien eingestuft sind, finden Sie tagesaktuell auf der Homepage des RKI.

Weitere Informationen finden Sie auch direkt auf der Internetseite der Bundesregierung.


Aktuelle Entwicklungen bzw. Stand bei einzelnen Ländern

Vorab: Für Länder, die keine Risikogebiete mehr sind, entfallen bei der Einreise nach Bayern/Deutschland die Anmelde-, Test- und Quarantänepflicht. Allerdings bedeutet dies nicht im Umkehrschluss, dass bei der Einreise in diese Länder auch die Test,- Quarantänepflicht sowie die Einreiseanmeldung wegfallen. Jedoch kann es für geimpfte und genesene Personen Erleichterungen geben. Weitere Informationen für Österreich weiter unten und für Italien im Download (rechts am Rand).

Tschechien ab Sonntag, 6. Juni, 0:00 Uhr kein Risikogebiet mehr
Mehr Informationen zu den Einreiseregelungen Bayern - Tschechien finden Sie auf der Homepage der IHK Regensburg Coronavirus in Tschechien bzw. des Innenministeriums Tschechiens. Dort ist auch die Tabelle zu den Einreisebedingungen hinterlegt.

Österreich – mit Ausnahme der Bundesländer Tirol und Vorarlberg - gilt nicht mehr als Risikogebiet.
Die Gemeinde Jungholz in Tirol sowie das Kleinwalsertal und die Gemeinde Mittelberg in Vorarlberg gelten weiterhin nicht als Risikogebiete.

Italien gilt nicht mehr als Risikogebiet (ab Sonntag, 6. Juni, 0:00 Uhr)
 Polen
ab Sonntag, 30 Mai kein Risikogebiet mehr

Ungarn
ab Sonntag 30. Mai -kein Risikogebiet mehr
 Großbritannien und Nordirland ab Sonntag 23. Mai
Das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland inkl. der Isle of Man sowie aller Kanalinseln und aller britischen Überseegebiete gilt nun als Virusvarianten-Gebiet.

Türkei  ab Sonntag, 6. Juni
Die Türkei gilt nun als einfaches Risikogebiet (zuvor Hochinzidenzgebiet).

Frankreich ab Sonntag 23. Mai
Frankreich  gilt als Risikogebiet (zuvor Hochinzidenzgebiet) –
ausgenommen ist Korsika sowie die französischen Übersee-Departments Mayotte, Saint-Pierre und Miquelon, Wallis und Futuna, Französisch-Polynesien, Neukaledonien (seit 6. Juni 2021)
 Niederlande gilt als Risikogebiet (seit 30. Mai 2021; Hochinzidenzgebiet vom 6. April 2021 – 29. Mai 2021) –
ausgenommen sind die überseeischen Teile des Königreichs Niederlande Curaçao, Bonaire, Sint Eustatius und Saba (seit 6. Juni 2021)

Österreich: Lockerungen im gesellschaftlichen Leben, unveränderte Regelungen für Geschäftsreisen

Unser Nachbarland öffnete am vergangenen Mittwoch, 19.05.2021 vorsichtig und unter strengen Sicherheitsmaßnahmen Gastronomie und Beherbergungs-, Kultur- und Veranstaltungsbetriebe sowie Fitnessstudios und Sportstätten. Auch der Handel wird in der Zeit zwischen 6:00 und 21:00 Uhr öffnen können. Genaueres hierzu lesen Sie auf der Seite der Deutschen Handelskammer in Österreich (AHK)

Derzeitige Bestimmungen (Stand 1.06.2021):
Für Einreisen nach Österreich aus beruflichen Gründen ist keine Quarantäne notwendig, sofern bei Einreise folgendes beachtet wird:
  • Vor der Einreise ist eine Online Registrierung (Pre Travel Clearance-Formular) erforderlich – unabhängig von einer bereits erfolgten Impfung, Genesung oder bestimmten Aufenthaltsdauer. Die Registrierungsbestätigung ist ausgedruckt oder elektronisch bei einer Kontrolle vorzuweisen. Dies gilt auch für einreisende Österreicher.
  • ein Gesundheitszeugnis über einen negativen PCR- oder Antigen-Test vorliegt, der nicht älter ist als 72 Stunden bzw. 48 Stunden ist oder 
  • ein Impfzertifikat: Österreich stellt – im Vergleich zu Deutschland – Personen mit einer ersten Impfung, die 22 Tage zurückliegt, den Getesteten gleich. Die Erstimpfung darf nicht länger als 3 Monate zurückliegen, oder
  • ein ärztliches oder behördliches Genesungszertifikat
 
Die Nachweise müssen in deutscher oder englischer Sprache erbracht werden. Diese werden nur  akzeptiert, wenn sie zumindest folgende Informationen enthalten:
- Vor- und Nachname der getesteten Person,
- Geburtsdatum,
- Datum und Uhrzeit der Probennahme,
- Testergebnis (positiv oder negativ),
- Unterschrift der testdurchführenden Person und Stempel der testdurchführenden Institution oder Bar- bzw. QR-Code

Es ist zudem eine Bestätigung/Terminvereinbarung des Auftraggebers/Arbeitgebers etc. mitzuführen, so dass belegt werden kann, dass es sich um eine Einreise zu beruflichen Zwecken handelt.

Der Güter- und Peersonenverkehr ist von der Pflicht zur Registrierung und dem negativen Test ausgenommen, ebenso Durchreisende. Bei zwei Lenkern ist der Mindestabstand von einem Meter im Fahrzeug zu beachten.
 
Pendler: (regelmäßige Einreise, mindestens 1 x im Monat)
Auch für Pendler gilt die Online-Registrierung über das Pre-Travel-Clearance-Formular. Diese Registrierung muss jeweils bei Änderung der relevanten Daten  (z.B. bei mehreren Baustellen an verschiedenen Orten, spätestens jedoch alle 28 Tage erneuert werden (bisher war dies einmal wöchentlich erforderlich). Die Registrierungsbestätigung muss mitgeführt werden und die berufliche Einreise mittels Auftragsbestätigungen bzw. Bestätigungen des Arbeitgebers nachgewiesen werden. Pflicht ist auch ein negatives PCR- oder Antigen-Testergebnis, das nicht älter als 7 Tage (bei täglichen Fahrten) sein darf.Wer kein negatives Testergebnis vorweisen kann, ist verpflichtet innerhalb von 24 Stunden nach der Einreise einen Test durchzuführen. Zudem gelten auch Impf- bzw, Genesungsnachweise wie oben erwähnt.
 
Details finden Sie in der Aktuellen Covid-19-Einreiseverordnung Österreichs
 
ACHTUNG: Eine Übersicht zu den bundesweiten bzw. regionalen Maßnahmen auf Bezirks- und Gemeindeebene finden Sie online beim Bundesministerium für Soziales.
 
Die Regelungen der Rückreise finden Sie auf folgender Website unter https://www.ihk-muenchen.de/de/Service/Internationalisierung/Corona-International/
 
(Quellen: AHK Österreich, Covid-19-Einreiseverordnung)

Ausnahmeregelungen für den kleinen Grenzverkehr in Bayern (Österreich, Tschechien)

Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege hat mit Wirkung vom 12. Mai 2021 eine Allgemeinverfügung erlassen, die Ausnahmen für Personen, die sich im Rahmen des Grenzverkehrs weniger als 24 Stunden in einem Risikogebiet aufgehalten haben oder für bis zu 24 Stunden in den Freistaat Bayern einreisen, regelt.
Für diese Personen besteht damit nach der Einreise in den Freistaat Bayern keine Absonderungspflicht, wenn sie sich beispielsweise beruflich bedingt, für alle täglichen Besorgungen, für Arztbesuche und Tagesausflüge im Risikogebiet aufgehalten haben.
Bitte beachten Sie, dass Österreich die Regelung zum kleinen Grenzverkehr nicht umgesetzt hat. Aus Deutschland ist zwar jede Art der Einreise – auch zu touristischen Zwecken – möglich. Allerdings nur mit aktuellem 3-G-Nachweis (Geimpt, genesen oder getestet) und Registrierung im Pre Travel Clearance Formular. Weitere Informationen unter Einreise von Deutschland nach Österreich”.

Einreiseregelungen nach Tschechien

Exkurs: Reisen ins Ausland

Bei Auslandsdienstreisen müssen auch immer die Voraussetzungen im Zielland geprüft werden. Aktuelle Informationen zu Einreisebestimmungen und der eventuellen Notwendigkeit eines Corona-Tests können Sie bei IHKs, dem Auswärtigen Amt und den deutschen Auslandshandelskammern einholen.

Situation an den einzelen Grenzübergängen

Details zu einzelnen Ländern sowie zu aktuellen Einreise- und Ausreisebestimmungen entnehmen Sie bitte den ausführlichen Länderinformationen auf dem Corona-Portal des Außenwirtschaftszentrums Bayern.
Auf der Online-Plattform Re-open EU der Europäischen Kommission finden Sie Echtzeitinformationen über die Grenzmaßnahmen und verfügbare Transportmittel in den Mitgliedstaaten. Sie enthält auch praktische Informationen über Reisebeschränkungen, Maßnahmen für die öffentliche Gesundheit und Sicherheit (social distancing, Verwendung von Masken...). Die Plattform ist für mobile Geräte optimiert und in allen EU-Amtssprachen verfügbar.  
Ein Informationsportal zur Ermittlung der aktuellen Situation beim Grenzübertritt von Lkw liefert die Onlineplattform Truck Border Crossing Times.

Kontaktadressen der einzelnen Landratsämter:
Landkreis Amberg-Sulzbach:  Anton Graml, gewerbe-jagd@amberg-sulzbach.de
Landkreis Cham: Isabella Bauer, wirtschaft@lra.landkreis-cham.de
Landkreis Kelheim: Robin Karl, wirtschaftsfoerderung@landkreis-kelheim.de, 09441 207-2106
Landkreis Neumarkt: Brigitta Klebl, eqv@landkreis-neumarkt.de, 09181 470-371
Landkreis Neustadt an der Waldnaab: wirtschaftsfoerderung@neustadt.de
Landkreis Regensburg: sicherheit@lra-regensburg.de
Landkreis Schwandorf: Dominik Hauser, grenzpendler@lra-sad.de, 09431/471481
Landkreis Tirschenreuth: wirtschaftsfoerderung@tirschenreuth.de
Stadt Amberg: Ordnungsamt@Amberg.de
Stadt Regensburg: grenzpendler@regensburg.de

Testzentren in Bayern

Eine Übersicht aller bayerischen Testzentren können Sie hier herunterladen.
(Quelle: Bayerische Staatskanzlei in München, 04.12..2020)

Weitere Informationen zu Einreise und Quarantäne