Coronavirus

Regeln bei Einreise aus ausländischen Risikogebieten


Stand 20. Juni

Coronavirus-Einreiseverordnung (CoronaEinreiseV)


Die Coronavirus-Einreiseverordnung vom 12. Mai 2021 führt die Regelungen der ursprünglichen Coronavirus-Einreiseverordnung, der Coronavirus-Schutzverordnung und der Musterquarantäneverordnung zusammen. Damit regelt sie bundesweit einheitlich die Anmelde-, Nachweis- und Quarantänepflicht sowie das Beförderungsverbot aus Virusvariantengebieten
Die CoronaEinreiseV sieht Pflichten vor, bei und nach der Einreise nach Deutschland vor. Folgende Pflichten werden in der CoronaEinreiseV geregelt:
  • Anmeldepflicht (Digitale Einreiseanmeldung)
  • Quarantänepflicht/ Absonderungspflicht
  • Nachweispflicht (Testergebnis, Impfnachweis, Genesenennachweis)
  • Beförderungsverbot aus Virusvarianten-Gebieten und weitere Pflichten für Beförderer, Verkehrsunternehmen und Mobilfunknetzbetreiber
Weitere Informationen hierzu finden sich auf der Internetseite des Bundesgesundheitsministeriums.
Durch das Inkrafttreten der CoronaEinreiseV wird die bislang in Bayern geltende Einreise-Quarantäneverordnung (EQV) aufgehoben, so dass sich ab dem 13. Mai 2021 die Quarantänepflichten nach der Einreise nach Bayern ausschließlich nach der CoronaEinreiseV der Bundesregierung bestimmen.

Wichtigste Regelungen

  • Einstufung: Maßgeblich für die Einstufung einer Region als Risikogebiet, Virusvariantengebiet und Hochinzidenzgebiet ist die Liste des Robert Koch Instituts.
  • Meldepflichten: Bereits bevor Sie einreisen, müssen Sie eine digitale Einreiseanmeldung durchführen, wenn Sie sich innerhalb der zehn Tage vor der Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten haben. Die Meldepflicht ist auf www.einreiseanmeldung.de durchzuführen. In gewissen Fällen ist keine Meldung erforderlich (z.B. 24-Stunden Aufenthalt in den definierten Grenzregionen).
  • Testpflichten: Nach Aufenthalt in einem Risikogebiet müssen Sie bis spätestens 48 Stunden nach Einreise nachweisen können, dass Sie nicht mit dem Coronavirus infiziert sind. Die zuständige Behörde (in der Regel das Gesundheitsamt) kann die Vorlage eines Nachweises von Ihnen bis zu zehn Tagen nach Einreise verlangen. Nachweise sind entweder ein Testergebnis oder ein ärztliches Zeugnis hinsichtlich des Nichtvorliegens einer Infektion mit dem Coronavirus. Reisende im Luftverkehr oder nach Voraufenthalt in einem Hochinzidenz- oder Virusvariantengebiet müssen sich schon vor der Abreise testen lassen und müssen ein negatives Testergebnis dem Beförderer, beispielsweise der Fluggesellschaft, vorlegen. Es gibt eine generelle Testnachweispflicht für aus dem Ausland Einreisende im Luftverkehr.
  • Quarantäne: Wenn Sie sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben, müssen Sie sich grundsätzlich direkt nach Ankunft nach Hause - oder in eine sonstige Beherbergung am Zielort begeben und zehn Tage lang absondern (häusliche Quarantäne). Bei Voraufenthalt in einem Virusvariantengebiet beträgt die Absonderungszeit vierzehn Tage. Die häusliche Quarantäne kann vorzeitig beendet werden, wenn ein Genesenennachweis, ein Impfnachweis oder ein negativer Testnachweis über das Einreiseportal der Bundesrepublik unter https://www.einreiseanmeldung.de übermittelt wird. Nach Voraufenthalt in Hochinzidenzgebieten kann eine Testung frühestens fünf Tage nach Einreise vorgenommen werden. Nach Aufenthalt in Virusvariantengebieten dauert die Quarantäne 14 Tage und eine vorzeitige Beendigung der Quarantäne ist nicht möglich.
  • Genesene und geimpfte Personen: Impf- und Genesenennachweise können einen negativen Testnachweis ersetzen und von der Einreisequarantäne befreien. Dies gilt jeweils nicht bei Voraufenthalt in einem Virusvariantengebiet.
  • Von vornherein ausgenommen von der Regelung sind Transitreisende und der Güterverkehr sofern der mit dem Güterverkehr verbundene Aufenthalt im Risikogebiet weniger als 72 Stunden beträgt.

Unterscheidung von ausländischen Risikogebieten

Es werden die folgenden drei Arten von Risikogebieten unterschieden:
  • Gebiete, für die das Bundesgesundheitsministerium im Einvernehmen mit dem Auswärtigen Amt und dem Bundesinnenministerium ein erhöhtes Risiko für eine Infektion mit einer bedrohlichen übertragbaren Krankheit festgestellt hat
  • Hochinzidenzgebiete mit einer Inzidenz, die ein Mehrfaches über derjenigen von Deutschland liegt, mindestens aber 200 beträgt
  • Gebiete, in denen besonders ansteckende Virusmutationen verbreitet sind
Welche Staaten oder Regionen entsprechend dieser Kategorien eingestuft sind, finden Sie tagesaktuell auf der Homepage des RKI.

Weitere Informationen finden Sie auch direkt auf der Internetseite der Bundesregierung.


Aktuelle Entwicklungen bzw. Stand bei einzelnen Ländern

Das Robert-Koch Institut (RKI) stuft Länder/Regionen folgendermassen ein:
- einfaches Risikogebiet
- Hochinzidenzgebiet
- Virusvariantengebiet
  
Für Länder, die vom RKI mit keinem der oben genannten Status eingestuft wurden, entfallen bei der Einreise nach Deutschland jegliche Anmelde-, Test-, Genesenen-Nachweise und Quarantänepflichten. Eine Ausnahme bildet derzeit noch durchwegs die Einreise nach Deutschland per Flugzeug. Alle Personen, die per Flugzeug in die Bundesrepublik einreisen, müssen vor dem Abflug dem Beförderer ein negatives Testergebnis, einen Impfnachweis oder einen Genesenennachweis vorlegen. Mit der Fluglinie sollte vorab geklärt werden, welche Tests bzw. Dokumente erforderlich sind. Die Nachweispflichten  gelten unabhängig davon, ob Sie sich in einem Risikogebiet oder in einem Nicht-Risikogebiet aufgehalten haben.
Allerdings bedeutet das nicht im Umkehrschluss, dass bei der Einreise in diese Länder auch die vorher genannten  Pflichten  sowie eine ggf. erforderliche Einreiseanmeldung wegfallen. Erleichterungen kann es jedoch für geimpfte, getestete und genesene Personen (aktueller 3-G-Nachweis) geben. Auch sollten die länderspezifischen Regelungen bei der Durchreise beachtet werden, wenn das Zielland nicht direkt an Deutschland grenzt.

Aktuelle Änderung haben sich für folgende Gebiete ergeben (wirksam ab Dienstag, 27. Juli, 0:00 Uhr)
Die Niederlande (inkl. der autonomen Länder und der karibischen Teile des Königreichs der Niederlande) gelten nun als Hochinzidenzgebiet.
Spanien (inkl. der Balearen und Kanaren) gilt nun als Hochinzidenzgebiet.

Aktuelle Änderung haben sich für folgende Gebiete ergeben (wirksam ab Sonntag, 25. Juli, 0:00 Uhr)
Dänemark (mit Ausnahme von Grönland) gilt nun als einfaches Risikogebiet.
Frankreichdie Regionen Korsika, Okzitanien, Provence-Alpes-Côte d'Azur und das Übersee-Département Martinique gelten nun als einfache Risikogebiete.
Irland gilt nun als einfaches Risikogebiet.
Malta gilt nun als einfaches Risikogebiet.
Monaco gilt nun als einfaches Risikogebiet.


Aktuelle Änderung haben sich für folgende Gebiete ergeben (wirksam ab Sonntag, 18. Juli, 0:00 Uhr)
- Norwegen gilt nicht mehr als Risikogebiet.
- Schweden gilt nicht mehr als Risikogebiet.
- Die Niederlande – die gesamte Niederlande (inkl. Sint Maarten) -mit
   Ausnahme der überseeischen Teile des Königreichs der Niederlande
   Bonaire, Sint Eustatius, Saba, Aruba und Curacao- gelten nun als
   einfaches Risikogebiet.
- Griechenland gilt nun als einfaches Risikogebiet.
- Dänemark – die Regionen Hovedstaden und die Färöer gelten nun als  
   einfache Risikogebiete.

Aktuelle Änderung haben sich für folgende Gebiete ergeben (wirksam ab Sonntag, 11. Juli, 0:00 Uhr)
- Saudi-Arabien gilt nicht mehr als Risikogebiet

- Irland  (verschiedene Gebiete– darunter die Regionen Mid-West und Midland gelten nun als 
   einfache Risikogebiete.
- Spanien inkl. der Balearen und Kanaren gilt nun als einfaches Risikogebiet.

- Zypern gilt nun als Hochinzidenzgebiet.

Aktuelle Änderung für Gebiete, die als Virusvariantengebiete gegolten haben (wirksam ab Mittwoch, 7. Juli 2021, 0:00 Uhr
Von Virusvarianten-Gebiet zu Hochinzidenzgebiete herabgestuft werden:
 
- Portugal
- Indien
- Russische Förderation
- Vereinigtes Königreich Großbritannien und  
   Nordirland

Aktuelle Änderungen haben sich für folgende Gebeite ergeben (wirksam ab Dienstag 29. Juni 2021 um 0:00 Uhr)
Anmerkung:
Nach Aufenthalt in Virusvariantengebieten sind auch Personen mit Genesenen-, Test,- oder Impfnachweis zu einer vierzehntägigen Quarantäne verpflichtet. Diese kann auch nicht vorzeitig beendet werden. Ausnahmeregelungen gibt es nicht. Auch die digitale Einreiseanmeldung muss bereits vor der Einreise nach Deutschland vorgenommen werden.
Portugal gilt nun als Virusvariantengebiet.
Die Einstufung von Portugal als Virusvariantengebiet erfolgt (in Anlehnung Art. 21 Abs.1 VO (EG) 1008/2008) zunächst für zwei Wochen. Eine Verlängerung ist möglich.
Die Russische Föderation gilt nun als Virusvariantengebiet.
Hinweis: Die Einstufung von Portugal und der Russischen Föderation als Virusvariantengebiet ist erst wirksam ab Dienstag 29. Juni 2021 um 0:00 Uhr.



Aktuelle Änderung für Gebiete, die als einfache Risikogebiete gegolten haben (wirksam ab Sonntag 27. Juni 2021, um 0:00 Uhr):
Dänemark gilt nicht mehr als Risikogebiet.
Luxemburg gilt nicht mehr als Risikogebiet.
Die Niederlande gelten nicht mehr als Risikogebiet (ausgenommen sind weiterhin die überseeischen Teile des Königreichs Niederlande Aruba und Sint Maarten).
Slowenien gilt nicht mehr als Risikogebiet.

Aktuelle Änderung für Gebiete, die als einfache Risikogebiete gegolten haben (wirksam ab Sonntag 20. Juni 2021, um 0:00 Uhr). Folgende Länder gelten nicht mehr als Risikogebiete:
- Schweiz,
- Belgien,
- Frankreich (mit Ausnahme einiger Übersee-Departments)
- Norwegen 
- Griechenland .

Aktuelle Änderung für Gebiete, die als einfache Risikogebiete gegolten haben (wirksam ab Sonntag 13. Juni 2021, um 0:00 Uhr):
Österreich – gesamt Österreich - nun auch die Bundesländer Tirol und Vorarlberg - gilt nicht mehr als Risikogebiet.
USA - die Vereinigten Staaten von Amerika gelten nicht mehr als Risikogebiet.
Kanada gilt nicht mehr als Risikogebiet.
Serbien gilt nicht mehr als Risikogebiet.
Ukraine gilt nicht mehr als Risikogebiet.
Italien gilt nicht mehr als Risikogebiet (ab Sonntag, 6. Juni, 0:00 Uhr)
 Polen
ab Sonntag, 30 Mai kein Risikogebiet mehr
Ungarn
ab Sonntag 30. Mai -kein Risikogebiet mehr
 Großbritannien und Nordirland seit Sonntag 23. Mai
Das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland inkl. der Isle of Man sowie aller Kanalinseln und aller britischen Überseegebiete gilt nun als Virusvarianten-Gebiet.
Türkei  ab Sonntag, 6. Juni
Die Türkei gilt nun als einfaches Risikogebiet (zuvor Hochinzidenzgebiet).
 Einreiseregelungen nach Tschechien

Exkurs: Reisen ins Ausland

Bei Auslandsdienstreisen müssen auch immer die Voraussetzungen im Zielland geprüft werden. Aktuelle Informationen zu Einreisebestimmungen und der eventuellen Notwendigkeit eines Corona-Tests können Sie bei IHKs, dem Auswärtigen Amt und den deutschen Auslandshandelskammern einholen.
Auch sollten die länderspezifischen Regelungen bei der Durchreise beachtet werden, wenn das Zielland nicht direkt an Deutschland grenzt.

Situation an den einzelnen Grenzübergängen

Details zu einzelnen Ländern sowie zu aktuellen Einreise- und Ausreisebestimmungen entnehmen Sie bitte den ausführlichen Länderinformationen auf dem Corona-Portal des Außenwirtschaftszentrums Bayern.
Auf der Online-Plattform Re-open EU der Europäischen Kommission finden Sie Echtzeitinformationen über die Grenzmaßnahmen und verfügbare Transportmittel in den Mitgliedstaaten. Sie enthält auch praktische Informationen über Reisebeschränkungen, Maßnahmen für die öffentliche Gesundheit und Sicherheit (social distancing, Verwendung von Masken...). Die Plattform ist für mobile Geräte optimiert und in allen EU-Amtssprachen verfügbar.  
Ein Informationsportal zur Ermittlung der aktuellen Situation beim Grenzübertritt von Lkw liefert die Onlineplattform Truck Border Crossing Times.

Kontaktadressen der einzelnen Landratsämter:
Landkreis Amberg-Sulzbach:  Anton Graml, gewerbe-jagd@amberg-sulzbach.de
Landkreis Cham: Isabella Bauer, wirtschaft@lra.landkreis-cham.de
Landkreis Kelheim: Robin Karl, wirtschaftsfoerderung@landkreis-kelheim.de, 09441 207-2106
Landkreis Neumarkt: Brigitta Klebl, eqv@landkreis-neumarkt.de, 09181 470-371
Landkreis Neustadt an der Waldnaab: wirtschaftsfoerderung@neustadt.de
Landkreis Regensburg: sicherheit@lra-regensburg.de
Landkreis Schwandorf: Dominik Hauser, grenzpendler@lra-sad.de, 09431/471481
Landkreis Tirschenreuth: wirtschaftsfoerderung@tirschenreuth.de
Stadt Amberg: Ordnungsamt@Amberg.de
Stadt Regensburg: grenzpendler@regensburg.de

Testzentren in Bayern

Eine Übersicht aller bayerischen Testzentren können Sie hier herunterladen.
(Quelle: Bayerische Staatskanzlei in München, 04.12..2020)

Weitere Informationen zu Einreise und Quarantäne