Coronavirus

Corona-Warn-App

Die Corona-Warn-App ist in Deutschland seit dem 16. Juni 2020 verfügbar. Wer ein Smartphone auf Android- und iOS-Basis besitzt, kann diese App aus den jeweiligen App-Stores herunterladen.

Wozu soll diese App eingesetzt werden?‎

Die Corona-Warn-App soll Nutzer schnellstmöglich informieren, dass sie einer mit COVID-19 infizierten Person begegnet sind. Über die Corona-Warn-App sollen mögliche Infektionsketten früher erkannt und unterbrochen werden (beschleunigte Begegnungsnachverfolgung und zeitnahe Information von gefährdeten Personen).
Ebenso wie z. B. Hygiene- und Verhaltensregeln zur Vorbeugung einer Infektion zählt die Corona-Warn-App zu den Maßnahmen, welche der Bekämpfung der Corona-Pandemie dienen. Darüber hinaus können Testergebnisse dort eingepflegt werden, der digitale Impfausweis hochgeladen werden oder eine Eventregistrierung über die App erfolgen. Außerdem können Nutzer zur besseren Nachverfolgbarkeit ein Kontakttagebuch führen, um Personen bei einer Infektion warnen zu können, die die App nicht nutzen.

Wer ist der verantwortliche App-Betreiber?‎

Dies ist das Robert-Koch-Institut (RKI). Die datenschutzrechtliche Verantwortung für die App liegt somit beim RKI.

Welche Datenschutzaufsichtsbehörde ist für den Betrieb der App zuständig?

Dies ist der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI), Graurheindorfer Str. 153, 53117 Bonn.
Telefon: +49 (0)228 997799-0
Fax: +49 (0)228 997799-5550
poststelle@bfdi.bund.de
www.bfdi.bund.de

Darf der Zutritt zu Unternehmen / sonstigen Orten von der Nutzung der Corona-Warn-‎App abhängig gemacht werden?‎

Nein, das ist datenschutzrechtlich unzulässig. Der Einsatz der App ist freiwillig. Dies hat das RKI als verantwortlicher Betreiber in seinen Nutzungsbedingungen ausdrücklich so festgelegt. Damit würde jeder, der verpflichtend die App vorschreiben und darüber den Zutritt zu Gebäuden/sonstigen Örtlichkeiten regeln wollte, den Grundgedanken einer freiwilligen Nutzung unterlaufen und diese damit zweckwidrig einsetzen. Eine derartige Vorgabe kann auch nicht wirksam auf eine Einwilligung (fehlt an der Freiwilligkeit) gestützt werden.
Damit dürfen z. B. Unternehmer ihre Mitarbeiter nicht verpflichten, die Corona-Warn-App zu installieren. Dies gilt unabhängig davon, ob ein Mitarbeiter ein dienstliches oder privates Smartphone nutzt. Unzulässig wäre damit auch, Besuchern den Zugang zu Gebäuden (Gaststätten, Läden, Arbeitsstätten, Dienstgebäude etc.) oder zu öffentlichen Verkehrsmittel zu verwehren, falls diese die App auf ihren Smartphones nicht installiert haben. Auch darf nicht (z. B. auf öffentlichen Plätzen oder in öffentlichen Verkehrsmitteln) kontrolliert werden, ob eine Person diese App auf ihrem Smartphone nutzt.
Die Datenschutzaufsichtsbehörden haben angekündigt, Verstöße hiergegen mit Bußgeld zu ahnden.
Allerdings kann die Corona-Warn-App freiwillig dafür genutzt werden, Testergebnisse oder Impfungen nachzuweisen bzw. eine Eventregistrierung vorzunehmen.

Digitale Impfnachweis

Um die App als Impfnachweis zu nutzen, muss lediglich der entsprechende QR-Code einscannt werden. Diesen findet man auf dem ausgedruckten Impfzertifikat, das auf Wunsch bei der Impfung ausgestellt wird. Es ist möglich, digitale Impfnachweise für mehrere Personen, z. B. für die ganze Familie, in der App zu speichern. Die App liest die Informationen aus dem QR-Code und speichert diese dann ausschließlich auf dem Smartphone ab. Die Daten bleiben somit auf dem Endgerät und werden nicht zentral gespeichert oder verwaltet. Eine Übertragung an andere Personen findet nur statt, wenn der Nutzer sein Impfzertifikat zur Überprüfung vorzeigt. Dafür gibt es offizielle Prüf-Apps, wie die CovPassCheck-App zur CovPass-App. Den Prüfern werden dann nur Informationen zum Impfstatus, den Namen der geimpften Person und das Geburtsdatum angezeigt. Der QR-Code sollte nur mit offiziellen und geprüften Dienstleistern geteilt werden.

Testergebnisse

Verifiziert werden können Testergebnisse mittels eines QR-Codes, den man direkt bei der Durchführung eines Coronatests erhält, oder einer teleTAN, die von der Verifizierungshotline unter der kostenfreien Rufnummer 0800 754 000 2 mitgeteilt wird. Den QR-Code findet man in der Regel auf dem Testformular, das die Teststelle ausstellt.
Nutzer der Corona-Warn-App können ihr negatives Testergebnis durch ein offizielles, digitales COVID-Testzertifikat in Form eines QR-Codes in der Corona-Warn-App bestätigen lassen. Dieses COVID-Testzertifikat ist in Europa, Island, Norwegen, Liechtenstein und der Schweiz anerkannt und kann zum Beispiel für Reisen oder Restaurantbesuche genutzt werden. Die Gültigkeit des Zertifikats wird bei der Kontrolle durch das Scannen des QR-Codes mit der CoVPass Check-App und der Kontrolle des Personalausweises überprüft. Wie lange das Zertifikat gültig ist, hängt von den Bestimmungen des jeweiligen Bundeslandes oder der Kommune ab. Das Zertifikat wird angefordert, indem ein Schnelltest oder PCR-Test in der Corona-Warn-App (CWA) registriert wird. Nachdem der QR-Code zur Test-Registrierung gescannt wird, öffnet sich das Fenster zur Anforderung des Testzertifikats automatisch.

Kontakttagebuch

Die Corona-Warn-App verfügt neben den Warnhinweisen zu Risikobegegnungen über ein Kontakttagebuch. Nutzer können über den Startbildschirm unter dem Button „Tagebuch führen“ den in der App integrierten Kalender nutzen, um zu dokumentieren, wann sie wen getroffen haben. Die Informationen werden für einen Zeitraum von 16 Tagen und ausschließlich auf dem Smartphone des Nutzers gespeichert. Wird man innerhalb dieses Zeitraums positiv auf das Coronavirus getestet, dient das Kontakttagebuch als Erinnerungshilfe, um Menschen zu informieren, mit denen man sich in den vorangegangenen Tagen persönlich getroffen hat, die aber nicht selbst die Corona-Warn-App nutzen. Die Nutzung dieser Funktion ist - wie das Nutzen der App selbst - freiwillig.

Eventregistrierung

Mit der Eventregistrierung der Corona-Warn-App können Veranstalter und Einzelhändler einen QR-Code erstellen, in dem alle notwendigen Daten über die Veranstaltung festgeschrieben werden. Dazu zählen zum Beispiel Ort der Veranstaltung, Datum, Art der Veranstaltung und gegebenenfalls Beginn und Ende. Besucherinnen und Besucher und Gäste können den QR-Code scannen, um sich für die Veranstaltung einzuchecken. Der Check-In wird lokal auf dem Smartphone gespeichert und nach zwei Wochen automatisch gelöscht.
Personen, die später positiv auf COVID-19 getestet werden, können ihre Check-Ins gemeinsam mit den Diagnoseschlüsseln über die App teilen und so auf den Server der Corona-Warn-App hochladen. Der Server veröffentlicht die entsprechenden Check-Ins dann als Warnungen. Diese Warnungen werden regelmäßig heruntergeladen und automatisch mit den lokalen Check-Ins auf den Smartphones der anderen Nutzerinnen und Nutzer abgeglichen. Ob Nutzerinnen und Nutzer eine grüne oder rote Warnung erhalten, hängt davon ab, ob sich ihr Aufenthalt mit dem einer infizierten Person überschneidet.

Weiterführende Links‎

FAQ
Download-Links - Corona Warn App
https://www.coronawarn.app oder direkt in den App-Stores von Apple oder Android