Corona

Startschuss für Bayerische Prüfstelle für Schutzgüter

Mit der neuen "Bayerischen Prüfstelle für Schutzgüter" (BayPfS) startet eine deutschlandweit einmalige Einrichtung in München offiziell ihren Betrieb. Damit baut der Freistaat die eigenen Prüfkapazitäten kontinuierlich aus. Dies ermöglicht eine schnelle und sichere Überprüfung von auf dem Markt befindlichen Schutzausrüstungen wie beispielsweise Schutzmasken oder Handschuhen.
Die neue Prüfstelle wird schrittweise aufgebaut. Zunächst werden Schutzmasken der Kategorien FFP2 und FFP3 überprüft, die in großer Zahl auf dem freien Markt erhältlich sind. Die Schutzmasken werden von der Bayerischen Gewerbeaufsicht bei Kontrollen vor Ort eingezogen und in dem neuen Labor der BayPfS auf ihre Tauglichkeit geprüft. Insbesondere die Filterleistung der Masken wird in den Blick genommen. Dazu wurden spezielle Prüfeinrichtungen – wie ein Wärmeschrank, eine künstliche Lunge oder eine Prüfanlage für die Wirksamkeit von Filtermaterialen – angeschafft. Auf Basis der Prüfergebnisse wird die Bayerische Gewerbeaufsicht unsichere Produkte vom Markt nehmen.
Zudem kann die Prüfstelle bei staatlichen Beschaffungen von Schutzgütern auch kurzfristig eine Bewertung der Waren vornehmen. Soweit dabei festgestellt wird, dass eine Maske die Qualitätskriterien der Beschaffung durch den Freistaat nicht erfüllt, werden die Masken für die Verwendung durch den Freistaat gesperrt. Die vorhandenen privaten Prüfstellen sollen durch die BayPfS entlastet werden.
Die BayPfS wurde am Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit eingerichtet. Der Freistaat stellt für den Aufbau der Einrichtung rund 2,7 Millionen Euro aus dem Sonderfonds Corona-Pandemie bereit. Rund zehn Fachleute werden an der neu gegründeten Einrichtung in München künftig tätig sein. Sieben Mitarbeiter sind aktuell bereits im Einsatz.
Um den Markt von unsicheren, unwirksamen oder ungeprüften Schutzgütern zu bereinigen, hat das Verbraucherschutzministerium zudem die Kampagne "ProduktCHECK Corona" ins Leben gerufen. Von den Gewerbeaufsichtsämtern werden dabei unsichere Produkte aus dem Handel entfernt. Der Fokus der bayernweiten Kampagne liegt aktuell auf Desinfektionsmitteln. Bei Händlern vor Ort werden die Kennzeichnung und Verpackung der Produkte überprüft. Erfüllen die Desinfektionsmittel die rechtlichen Standards nicht, werden sie vom Markt genommen.
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Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz.