Coronavirus

Gästeregistrierung und Datenschutz

Bei der Datenschutzaufsicht häufen sich Beschwerden von Gästen, die sich über die datenschutzrechtlich laxe Behandlung von Gästeregistrierungen beklagen. Insbesondere geht es darum, dass häufig Listen benutzt werden, in die alle Gäste Einblick haben. Das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht kündigt für Wiederholungstäter Verwarnungen und eventuell auch Außenprüfungen an.

Was müssen Sie bei der Gästeregistrierung datenschutzrechtlich beachten?

  • Sie müssen Kontaktdaten (Name und E-Mail-Adresse, Telefonnummer oder postalische Adresse) von einer Person eines Hausstandes registrieren.
  • Diese Daten müssen Sie einen Monat aufbewahren. Danach müssen sie datenschutzkonform vernichtet werden (Aktenshredder).
  • Die Daten dürfen nur auf Anweisung des Gesundheitsamtes zur Nachverfolgung von Infektionsketten weitergegeben werden.
  • Sie als Gastronom dürfen diese Daten nicht für Marketingaktionen oder ähnliches verwenden.
  • Sie können die Daten sowohl auf Papier als auch elektronisch erheben. Sie müssen aber sicherstellen, dass die Daten nicht von anderen Gästen eingesehen werden können. Sie dürfen beispielsweise keine Liste aller Gäste weitergeben. Entweder tragen sich die Gäste jeweils auf ein eigenes Blatt ein oder der Gastwirt übernimmt die Datenaufnahmen.
  • Die Daten müssen so aufbewahrt werden, dass kein Dritter sie einsehen kann. Die Registrierungsbögen dürfen also nicht offen herumliegen. Sie müssen nach Dienstschluss sicher verwahrt (eingeschlossen werden).
  • Bei der Datenaufnahme müssen Sie Ihre Gäste informieren, weshalb Sie die Kontaktdaten aufnehmen.
Ein Muster für die Gästeregistrierung mit den Pflichtinformationen finden Sie auf dieser Seite unter „Weitere Informationen“.
Andererseits gilt weiterhin: Wer die Registrierung seiner Gäste unterlässt, riskiert ein Bußgeld.