HR-Trends 2020

Wie künstliche Intelligenz und Menschen zusammenarbeiten

10.01.2019
Inwiefern wird die Künstliche Intelligenz (KI) die Arbeit in den Unternehmen und damit auch in den Personalabteilungen dort verändern? Darüber diskutieren rund 130 Wissenschaftler und Studierende der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH) mit Unternehmensvertretern gestern Nachmittag in der IHK Regensburg für Oberpfalz / Kelheim. Studierende der personalwirtschaftlichen Studiengänge an der OTH lieferten in ihren praxisnahen Fachvorträgen Antworten zu Fragen wie „Sind Menschen überhaupt durch KI ersetzbar?“, „Wie lernen Menschen und Maschinen voneinander?“ oder „Steckt überall KI drinnen, wo KI drauf steht?“. IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Jürgen Helmes danke den Studierenden und der anwesenden OTH-Professorenschaft für die intensive Vorbereitung zu der Veranstaltung, von der die anwesenden Unternehmensvertreter ebenso profitierten und zu der diese sich mit ihren Fragen und ihrem Wissen einbrachten. „In Ostbayern gibt es viele inspirierende Unternehmen, die in der Personalarbeit nicht nur imitieren, sondern initiieren“, sagte Helmes. 
Dass die Digitalisierung für die Unternehmen und ihre Mitarbeiter eine Chance und keine Bedrohung ist, das stellte Prof. Dr. Thomas Falter von der OTH in seiner Keynote heraus. Klar sei aber auch – die Digitalisierung verändert das Berufsleben und die Berufsbilder. Studien zu dem Thema gehen davon aus, dass es knapp die Hälfe der Jobs künftig nicht mehr so geben wird wie bisher – sie werden durch neue, kreative Berufsbilder ersetzt. Es sei Aufgabe der Bildungseinrichtungen und der Personalabteilungen, die Skills hierfür zu vermitteln, lautete das Credo der Veranstaltung. „Die Personalentwicklung wird im Zuge der Digitalisierung mit der Organisationsentwicklung und der technologischen Entwicklung verschmelzen“, prognostizierte OTH-Experte Prof. Dr. Thomas Falter in seiner Keynote mit Blick auf das kommende Jahrzehnt. Wie es in der Praxis aussehen kann, wenn Algorithmen, Roboter und Menschen künftig in einem Unternehmen gemeinsam tätig sind, das veranschaulichte Falter am Beispiel eines Autohauses. Vor allem Routinetätigkeiten werden künftig durch Rechenleistung erledigt, Menschliches Augenmaß und Verstand bleiben auch in Zukunft unersetzbar. Firmenchefs wiederum werden sich künftig darauf einstellen müssen, nicht nur Menschen, sondern auch Roboter zu führen.