Ausbildungsverträge

Weniger Schulabsolventen, weniger Ausbildungsanfänger

04.03.2020
Die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge in Unternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistungen ist 2019 leicht gesunken. Die IHK Regensburg für Oberpfalz / Kelheim verzeichnete im letzten Jahr insgesamt 5.067 neue Ausbildungsverhältnisse – das entspricht einem Minus von 2,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dieser Trend ist in ganz Bayern zu beobachten: Hier sanken 2019 die neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge um 3,0 Prozent auf 52.943, so der Bayerische Industrie- und Handelskammertag (BIHK). Hauptgrund sei die rückläufige Zahl der Schulabsolventen an allgemeinbildenden Schulen. Nach Angaben des bayerischen Kultusministeriums gingen diese im gleichen Zeitraum um 3,2 Prozent zurück.  

„Die Ausbildungsbereitschaft der regionalen Unternehmen ist ungebrochen hoch, da die Betriebe in Zeiten des Fachkräftemangels vor allem auf den eigenen Nachwuchs setzen“, betont Dr. Jürgen Helmes, Hauptgeschäftsführer bei der IHK. Dennoch blieben angesichts der aktuell schwierigen demografischen Rahmenbedingungen viele Lehrstellen mangels Bewerber unbesetzt. Um das Karrieremodell der beruflichen Aus- und Weiterbildung weiter zu stärken, sollte noch mehr bei der Berufsorientierung an den Schulen angesetzt werden. Erfolgreiche Informations- und Imagekampagnen wie „Elternstolz“ oder die „AusbildungsScouts“ der bayerischen IHKs und deren Partnern geben praxisnahe Einblicke in die Berufsausbildung und stellten die Vorteile des Karriereweges in den Vordergrund.
 

Beliebte Ausbildungsberufe  


Die Top-IHK-Berufe in Ostbayern blieben 2019 weitgehend unverändert: Bei jungen Frauen steht die Kauffrau für Büromanagement an der Spitze. Auf Platz zwei löst die Ausbildung zur Industriekauffrau die Einzelhandelskauffrau ab. Bei jungen Männern sind nach wie vor die klassischen technischen Berufe Industriemechaniker, Elektroniker für Betriebstechnik und Mechatroniker am beliebtesten. In der Gesamtrechnung führen die Kaufleute für Büromanagement vor den Industriekaufleuten und den Elektronikern für Betriebstechnik. Es folgen Mechatroniker, Einzelhandelskaufleute und Industriemechaniker. Die Unternehmen in der Oberpfalz und im Landkreis Kelheim bilden junge Menschen in rund 160 Berufen aus.