Forschung und Entwicklung

Innovationsstandort sichern

10.03.2020
Die Region Oberpfalz-Kelheim ist ein starker Standort für Forschung und Entwicklung (FuE). Das verdeutlicht der neue FuE-Report des Bayerischen Industrie- und Handelskammertages (BIHK).
Die Studie untersucht die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten im Vergleich der Bundesländer, der bayerischen Regionen und der Schlüsselbranchen der Wirtschaft. Im Ranking der Raumordnungsregionen für FuE-Investitionen steht Regensburg mit 695 Millionen Euro an vierter Stelle direkt hinter München, Mittelfranken und Ingolstadt. Die Region Oberpfalz-Nord konnte im Zehn-Jahres-Vergleich ihre Aufwendungen sogar um 86 Prozent steigern. „Die Region Regensburg spielt beim finanziellen Engagement für Forschung und Entwicklung ganz oben mit. Dennoch können konjunkturelle Unsicherheiten diese Entwicklung trüben, da der Großteil der Investitionen in FuE von der regionalen Wirtschaft ausgeht“, betont IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Jürgen Helmes. Die Politik sollte deshalb die Hochschulen und Forschungseinrichtungen mit entsprechenden Mitteln beispielsweise für Projekte im Bereich Künstliche Intelligenz ausstatten, um die Innovationskraft in der Region weiter zu stärken. Mit 4.408 Beschäftigten in Forschung und Entwicklung ist der Wirtschaftraum Oberpfalz-Kelheim ein starker Forschungsstandort. Insbesondere die Raumordnungsregion Regensburg konnte von 2007 auf 2017 ihr FuE-Personal um 78 Prozent steigern. Das sei nicht zuletzt auch der Verdienst der regionalen Unternehmen, so Helmes.

Innovationsregion Bayern

Der Bericht zeigt die herausragende Stellung des Forschungsstandortes Bayerns. Die Unternehmen, Hochschulen und staatlichen Institute investierten 2017 rund 18,7 Milliarden Euro in FuE. Das entspricht rund einem Fünftel der gesamten FuE-Aufwendungen Deutschlands. Jedoch verringerte sich die FuE-Quote in Bayern seit 2015 von 3,13 Prozent auf 3,09 Prozent und liegt damit nur noch knapp über den Bundesdurchschnitt. Kleine Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern vergaben 2017 ein Viertel ihrer gesamten Forschungsaufträge an staatliche Forschungseinrichtungen und Hochschulen. Dieser Anteil ist deutlich höher als bei größeren Unternehmen. „Vor allem kleine und mittlere Unternehmen setzen auf Kooperationen mit Hochschulen, um neue Ideen umzusetzen“, sagt Helmes. Seit Jahren fördern Bund und Freistaat technologieorientierte Forschung und Entwicklung. Gerade für kleine und mittlere Betriebe sei es besonders wichtig, dass Projektförderung möglichst schnell und unbürokratisch erfolgt. Diese sei ein wichtiger Beitrag, um die Leistungsfähigkeit des Innovationsstandortes zu sichern, so Helmes.
Weitere Informationen zu Strukturen, Trends und Potenzialen finden Interessierte in der Broschüre „Forschung und Entwicklung in Bayern“