Handelspartner USA

Trump-Protektionismus verunsichert

16.01.2017
Skeptisch blickt die ostbayerische Wirtschaft nach USA. Zwar hat Trump die geplanten Maßnahmen noch immer nicht konkretisiert. Aber vieles deutet darauf hin, dass Trump eine protektionistische Politik verfolgen wird. „Für viele ostbayerische Firmen könnte dies einen Einbruch ihres Exportgeschäfts bringen“, sagt Dr. Alfred Brunnbauer, Außenhandelsexperte der IHK Regensburg.
Wie für die gesamte bayerische Wirtschaft ist der Markt USA für die Unternehmen im IHK-Bezirk in den letzten Jahren besonders wichtig geworden. Die USA sind wichtigster Handelspartner Bayerns. 2015 hat Bayerns Wirtschaft Waren im Wert von 22,8 Milliarden Euro in die USA exportiert und ein sattes Plus von 15,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erzielt. Im IHK-Bezirk hat sich das USA-Geschäft sehr dynamisch entwickelt: insgesamt 160 Unternehmen liefern dorthin. Die USA schätzen Ostbayerns Hightech-Produkte und den guten Service. Besonders gefragt seien Autos, Autokomponenten, Medizintechnikprodukte und Maschinen.

Ostbayerns Produkte werden in den USA teurer

Falls Trump die Einfuhrzölle anheben lässt, werden die ostbayerischen Produkte in USA teurer und die Nachfrage sinkt. Auch sei zu befürchten, dass die Zulassungsvorschriften von den USA-Behörden restriktiver gehandhabt werden. „Das würde dann für unsere Firmen zusätzlich kostspielig und komplizierter. Hier rächt sich, dass das geplante Handelsabkommen TTIP nicht zum Abschluss gekommen ist“, erläutert Dr. Brunnbauer.
Wer sich über die wirtschaftlichen Auswirkungen der neuen Politik und das USA-Geschäftspotenzial informieren will, kann am USA-Workshop der IHK am 14. Februar vormittags teilnehmen.
Nähere Informationen und Anmeldung unter Länder-Workshop USA.