Standortmarketing

Neumarkt gut verkaufen

14.03.2017
Der Landkreis Neumarkt ist bayernweite Spitze was Erwerbsquote, Einkommen und Investitionen betrifft. Dass der Erfolg der Region an die positive Entwicklung ihrer mittelständischen Unternehmen gekoppelt ist, war eine Erkenntnis der Diskussion des IHK-Gremiums Neumarkt mit Oberbürgermeister Thomas Thumann und dem Leiter der Wirtschaftsförderung des Landratsamts, Michael Gottschalk. Beide waren Gast bei der Sitzung der Wirtschaftsvertreter am 13. März in der Gleichauf Haustechnik GmbH & Co. KG in Neumarkt.
Oberbürgermeister Thumann zog eine Zwischenbilanz seiner Amtszeit. Während der sah er eine Verdopplung der Steuereinnahmen für die Stadtkasse. Wegen des Fachkräftemangels stünden die Kommunen im Wettbewerb um Arbeitskräfte für ihre Unternehmen. Thumann nannte Faktoren, die stimmen müssen: „Eine attraktive Innenstadt, kulturelle Angebote aber auch eine breite Palette von Bildungseinrichtungen.“  Michael Gottschalk sieht das genauso: „Darum ziehen Stadt und Landkreis zukünftig verstärkt an einem Strang.“ Als wichtigstes Handlungsfeld identifizierte Gottschalk die Digitalisierung in allen Bereichen: in der Wirtschaft, im Alltag, aber auch im Verkehr. „Da gilt es Schritt zu halten.“

Marke bilden

Wie eine andere Region ihren Standort mit Erfolg vermarktet, das schilderte Christian Gabler von der Allgäu GmbH. Um mit anderen wirtschaftsstarken Regionen mithalten zu können, entwickelte die Region eine Standortstrategie. Die Marke „Allgäu“ verbinde die Begriffe „leistungsstark, bodenständig, innovativ und nachhaltig“. Mittlerweile nutzten rund 500 Markenpartner das blaue Logo als weltweite Werbeträger. Die Historie als Tourismusregion habe das Entwickeln der Marke erleichtert, räumte Gabler ein. Darüber hinaus seien „Visionen und das Bündeln der Kräfte“ für die Markenbildung wichtig. Die Oberpfalz und erst recht die Region Neumarkt würden viel bieten. „Wir haben großes Potenzial und müssen das nur verkaufen“, resümierte die Vorsitzende des IHK-Gremiums, Susanne Horn.