Wirtschaftsfaktor Tourismus

IHK-Tourismusausschuss geht in die Luft

17.05.2017
Im besonderen Ambiente des Luftmuseums in Amberg tagte der IHK-Tourismusausschuss und diskutierte die Faktoren erfolgreicher Tourismusregionen. Dass Tourismus mehr ist als nur Hotellerie und Gastronomie, hat die 2015 erschienene IHK-Studie „Wirtschaftsfaktor Tourismus“ gezeigt. Viele verschiedene Bausteine und Angebote machen den Erfolg und die Attraktivität einer Region aus. Wie erfolgreiche Beispiele aussehen, zeigten einige Unternehmen aus der Region den Mitgliedern des IHK-Ausschusses.
Der Gastgeber der Sitzung, Willi Koch, Ideengeber und Initiator des Luftmuseums, nahm die Gäste mit auf eine „Luftreise“. Mittlerweile ist das 2006 gegründete Museum überregional bekannt, Amberg ist jetzt Luftkunstort und die Luftnacht zieht Zehntausende von Besuchern an. Sein Credo, „ohne professionelles Marketing geht es nicht“. Der Einladung gefolgt waren auch Florian Schmöller vom Kletterwald Regensburg in Sinzing, Ariane Braun von der Personenschifffahrt Stadler aus Kelheim, Gerald Stelzer vom Hotel Fronfeste in Amberg und Stefan Huber von Hubermedia aus Lam. Sie alle zeigten mit ihren Präsentationen das breite Spektrum des Tourismus in der Oberpfalz und dem Landkreis Kelheim. Dabei wurde deutlich, dass der Erfolg einer Region steht und fällt mit der Zusammenarbeit vor Ort. „Ziel muss es sein, die Region bestmöglich zu vernetzen“, fasste der Vorsitzende des Ausschusses, Ulrich N. Brandl zusammen.
Ostbayern zählt zu den Gewinnern im Deutschlandtourismus, dennoch bringt vor allem der bürokratische Aufwand die Betriebe oft an ihre Grenzen. Die Politik muss für die Bedeutung und die Herausforderungen des Tourismus sensibilisiert werden, so der Konsens des Ausschusses. Eine attraktive Region zieht ja nicht nur Gäste an, sondern ist auch ein wichtiger Standortfaktor für alle Unternehmen, um bei der Fachkräftegewinnung zu punkten.