Bestenehrung Aus- und Weiterbildung

Fachkräfte „Made in Germany“

03.04.2017
Die besten 53 Absolventen der Aus- und Weiterbildungsprüfungen bei der IHK Regensburg für Oberpfalz / Kelheim aus dem Winter 2016/17 erhielten bei einer Feier in der Regensburger Continentalarena am Freitag, 31. März 2017, Urkunden für ihre Leistungen verliehen. Die jungen Männer und Frauen legten unter den insgesamt 5.000 Prüfungsteilnehmern die besten Abschlüsse ihres Faches ab. Die Ehrung übernahm IHK-Präsident Gerhard Witzany. Er zeichnete auch die Ausbildungsbetriebe und die Ausbilderinnen und Ausbilder der besten Azubis aus und dankten den Berufsschulen.
In seiner Festrede arbeitete IHK-Präsident Witzany die enorme Bedeutung der dualen Berufsausbildung und der berufsbegleitenden Weiterbildung für die Fachkräftesicherung in der Region heraus. Die betriebliche Ausbildung sei „ein Markenzeichen der deutschen Wirtschaft wie das Label ,Made in Germany‘“, sagte Witzany. Ermöglicht werde die hohe Qualität durch das Engagement der Betriebe und der Berufsschulen. Von der Politik erhoffen sich die Partner des dualen Bildungssystems wieder mehr Unterstützung. „Nach Jahrzehnten der Diskussion um Akademisierung und Internationalisierung wird der Wert der dualen Ausbildung ‎derzeit wieder mehr geschätzt und neu diskutiert“, beobachtete der IHK-Präsident. Es sei höchste Zeit zu handeln. Die Unternehmen in der Oberpfalz und dem Landkreis Kelheim meldeten seit 2010 immer mehr offene Ausbildungsplätze. Im letzten Jahr blieben 1.800 Stellen in der Region unbesetzt.

Fachkräfte für die Digitalisierung

Beim Thema Weiterbildung legt der IHK-Präsident den Unternehmen nahe, in die Qualifizierung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Digitalisierung zu investieren. „In knapp jedem zweiten Unternehmen fehlt es heute schon an Fachkräften, die mit IT-Wissen plus Fertigungs-Know-how die vierte industrielle Revolution gestalten könnten“, so der IHK-Präsident. Lebenslanges Lernen „on the job“ sei harte Arbeit, gibt Witzany zu, doch für die Absolventen einer Weiterbildung und für ihre Arbeitgeber lohne sich das gleichermaßen.