16.05.2013
IHK-Infoabend „Wenn der Chef ausfällt“ – Notfallvorsorge im Unternehmen
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22.05.2013
Deutsch-Tschechisches Kooperationsforum Mechatronik und Automation
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23.05.2013
Internet- und Social-Media-Recht
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Treffpunkt Unternehmen bei 37 grad dialog GmbH in Amberg am 13. Juni
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Infoveranstaltung Russland – Schwerpunkt Mechatronik und Automotive – am 17. Juni
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DIHK: Dienstleistungskonzessionen - Klare Regelung erforderlich
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Artikel]
Vorträge beim IHK-Infotag ÖPNV am 17.11.2011
[mehr]Fairplay in der Krankenbeförderung
[mehr]Wirtschaftsfaktor Tourismus in Niederbayern und in der Oberpfalz
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Seit 2010 spiegelt die IHK mit dem Gründungsbarometer das Gründungsgeschehen in der Region. Grundlage dafür sind Erfahrungsberichte der IHK-Existenzgründungsberater sowie statistische Auswertungen. Unter „Publikationen“ kann das Gründungsbarometer kostenlos heruntergeladen werden. In der Rubrik „Starthilfe und Unternehmensförderung“ finden Gründungsinteressierte das IHK-Servicepaket für Existenzgründer und Jungunternehmer. Es bietet ein systematisches Informations-, Beratungs- und Schulungsangebot.
Wenn es viele Jobs auf dem Arbeitsmarkt gibt, dann entscheiden sich weniger Menschen für die Selbstständigkeit, wissen Arbeitsmarktforscher. Der Trend bestätigt das. Doch Kreative Businesspläne haben immer Konjunktur.
Die Zahl der Unternehmensgründungen sinkt. Der DIHK rechnet 2012 mit weniger als 400.000 Startups, so wenige wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr. „Da die Firmen viele Arbeitsplätze anbieten, entscheiden sich immer mehr Menschen für die Anstellung und gegen die Selbstständigkeit“, erklärt Gründungsexperte Dr. Martin Kammerer von der IHK Regensburg für Oberpfalz / Kelheim. Der bundesweite Trend spiegelt sich auch in Ostbayern wider. Das belegt das aktuelle IHK-Gründungsbarometer. So ging die Zahl der Gewerbeanmeldungen im IHK-Bezirk 2011 im Vergleich zum Vorjahr um 5,9 Prozent auf 10.573 zurück.
Gründung aus Arbeitslosigkeit schwerer
Wer einen Gründungszuschuss aus der Arbeitslosigkeit heraus erhalten möchte, muss sich dafür bei der IHK eine Stellungnahme einholen. Hier sank die Zahl der Anfragen bereits 2011 um sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 2012 verstärkt sich der Rückgang drastisch. „Im ersten Quartal kamen 70 Prozent weniger Antragsteller“, so Kammerer. Neben der anhaltend guten Arbeitsmarktlage sieht der IHK-Experte Änderungen im Sozialgesetzbuch als Ursache. Denn die Arbeitsagenturen reduzierten Ende 2011 den Zuschuss für Gründungen aus der Arbeitslosigkeit spürbar. Um das bislang gute Gründerklima in Ostbayern wiederzubeleben, fordert die IHK einen konsequenten Bürokratieabbau. „Außerdem sollte die Politik Hürden für privates Beteiligungskapital abbauen“, rät Kammerer. Gerade die finanzielle Unterstützung aus privater Hand habe schon vielen Startups auf die Sprünge geholfen. Die IHK bemängelt, dass Selbständigkeit und Unternehmertum in den Lehrplänen der Schulen noch eine zu geringe Rolle spielen.
Mehr Frauen gründen
Die Gründungsstatistik meldet für die Oberpfalz und den Landkreis Kelheim auch Positives: Seit Jahren steigt der Anteil der Gründerinnen. Rund 36 Prozent aller Neugründungen sind mittlerweile „weiblich“. Ferner stiegen die Neugründungen in der Kreativ-, Unterhaltungs- und Erholungsbranche (+ 24 Prozent) sowie bei Gesundheits- und sozialen Diensten (+ 13 Prozent). Bei allem Pessimismus sieht Kammerer weiterhin Chancen für erfolgreiche Gründungen in der Region: „Kreative, gut durchdachte Businesspläne haben immer Konjunktur.“
An die Hand genommen
Ein gutes Beispiel hierfür sind Nemo Kriwoschej und Daniel Pauer, beide 23 Jahre alt. Seit Oktober 2010 beliefern sie unter www.deinbutler.de Regensburger Kunden mit Kulinarischem aus 20 Restaurants. Inzwischen haben die beiden hochmotivierten Jungunternehmer zehn Angestellte. „Man muss von seinem Konzept zu 100 Prozent überzeugt sein, sonst steht man vor allem die Durststrecke am Anfang mit wenig Geld und 100 Arbeitsstunden die Woche nicht durch“, sagt Pauer. Für ihr Startup mussten die beiden ohne Hilfe auskommen, den Banken war die Idee zu riskant. Viel wichtiger als Finanzspritzen hält Pauer aber ohnehin die Versorgung mit Know-how, Beziehungen und „Guiding“. „Wir haben zum Glück jetzt die kostenlose Unterstützung von Gerhard Süß von der andré Media AG bekommen. Es wäre toll, wenn Gründer bei der Gewerbeanmeldung ganz gezielt einen erfahrenen Mentor an die Hand bekämen.“
Von der Mutter gelöst
Für die Initpro GmbH war die IHK vor vier Jahren Geburtshelfer. Das Unternehmen, das sich inzwischen erfolgreich auf dem umkämpften Markt IT-Business-Solutions positioniert hat, hat seinen Ursprung im Outsourcing- Prozess 2007 bei Toshiba. Fünf Ingenieure und Softwareentwickler des Regensburger Werkes nutzten damals die Gelegenheit, sich als Auftragnehmer des Mutterbetriebs selbständig zu machen. „Das ist am Anfang natürlich eine gute Geschichte, aber man darf da nicht hängenbleiben, sondern braucht mindestens ein zweites Standbein“, sagt Ralf Halbritter, „inzwischen konnten wir uns freischwimmen“.
Der 40 Jahre alte Mathematiker rät jedem, der sich mit Gründungsgedanken trägt, „Literatur kaufen, Businessplan erstellen, damit man selber klar wird, wo will man in zwei, drei Jahren stehen, und die Anlaufstellen, die angeboten werden auch wahrnehmen!“ Für Initpro sei die IHK-Gründungsberatung eine große Hilfe gewesen: „Die wissen Bescheid über alle Fördermöglichkeiten und kennen sternförmig die weiteren Anlaufstellen.“ Auch heute, vier Jahre später, freuen sich die Gründer über die Unterstützung und die Türen, die bei IHK-Netzwerkveranstaltungen für das junge Unternehmen geöffnet wurden.
Astrid Gamez
Wirtschaft konkret, Juli/August 2012