31.05.2013
IHK-Seminar „Der Geschäftsplan für Existenzgründer“
[mehr]
03.06.2013
Seminar "Fahrermangel – Problem und Chance"
[mehr]
04.06.2013
IHK-Infoabend „Wenn der Chef ausfällt“ – Notfallvorsorge im Unternehmen
[mehr]
[weitere Veranstaltungen]
Programm develoPPP.de: Finanzierung von Projekten in Entwicklungsländern
[mehr]Finanzierungssprechtag der LfA-Förderbank Bayern am 26. Juni in Neumarkt
[mehr]Umfrage „Zahlungsverkehr in Deutschland 2013“
[mehr][weitere
Artikel]
Wiko-Artikelserie "Mobilität ist Zukunft"
[mehr]Mobilität ist Zukunft
[mehr]Handel(n) für die Zukunft?
[mehr]
[weitere Publikationen]
Die Zahl der Unternehmensgründungen sinkt. Der DIHK rechnet 2012 mit weniger als 400.000 Startups, so wenige wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr. „Da die Firmen viele Arbeitsplätze anbieten, entscheiden sich immer mehr Menschen für die Anstellung und gegen die Selbstständigkeit“, erklärt der Gründungsexperte Dr. Martin Kammerer von der IHK Regensburg für Oberpfalz / Kelheim. Der bundesweite Trend spiegelt sich in auch Ostbayern wider. Das belegt das aktuelle IHK-Gründungsbarometer. So ging die Zahl der Gewerbeanmeldungen im IHK-Bezirk 2011 im Vergleich zum Vorjahr um 5,9 Prozent auf 10.573 zurück.
Gründung aus Arbeitslosigkeit schwerer
Wer einen Gründungszuschuss aus der Arbeitslosigkeit heraus erhalten möchte, muss sich dafür bei der IHK eine Stellungnahme einholen. Hier sank die Zahl der Anfragen bereits 2011 um sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 2012 verstärkt sich der Rückgang drastisch. „Im ersten Quartal kamen 70 Prozent weniger Antragsteller“, so Kammerer. Neben der anhaltend guten Arbeitsmarktlage sieht der IHK-Experte Änderungen im Sozialgesetzbuch als Ursache. Denn die Arbeitsagenturen reduzierten Ende 2011 den Zuschuss für Gründungen aus der Arbeitslosigkeit spürbar.
Mehr Anreize schaffen
Um das bislang gute Gründerklima in Ostbayern wiederzubeleben, fordert die IHK für Gründerinnen und Gründer einen konsequenten Bürokratieabbau. „Außerdem sollte die Politik Hürden für privates Beteiligungskapital abbauen“, rät Kammerer. Gerade die finanzielle Unterstützung aus privater Hand habe schon vielen Startups auf die Sprünge geholfen. Die IHK bemängelt, dass das Thema „Selbständigkeit und Unternehmertum“ in den Lehrplänen der Schulen noch eine zu geringe Rolle spielt.
Immer mehr Frauen gründen
Die Gründungsstatistik meldet für die Oberpfalz und den Landkreis Kelheim auch Positives: Seit Jahren steigt der Anteil der Gründerinnen an. Rund 36 Prozent aller Neugründungen sind mittlerweile „weiblich“. Ferner stiegen die Neugründungen in der Kreativ-, Unterhaltungs- und Erholungsbranche (+ 24 Prozent) sowie bei Gesundheits- und sozialen Diensten (+ 13 Prozent). Bei allem Pessimismus sieht Kammerer weiterhin Chancen für erfolgreiche Gründungen in der Region: „Kreative, gut durchdachte Businesspläne haben immer Konjunktur.“