14.09.2010
IHK-Seminar „Die wichtigsten Gründungsformalitäten“ in Maxhütte-Haidhof
[mehr]
15.09.2010
Mittelpunkt Mitarbeiter – Ohne Menschenkenntnis geht nichts
[mehr]
16.09.2010
Mittelpunkt Mitarbeiter – Ohne Menschenkenntnis geht nichts
[mehr]
[weitere Veranstaltungen]
Reiselust in der Krise
[mehr]Vollständigkeitserklärung: Jetzt wird es ernst!
[mehr]Erfolg verpflichtet
[mehr][weitere
Artikel]
Sozialvorschriften im Straßenverkehr: Leitfaden BAG
[mehr]
Verkehrsgewerbe von A – Z
[mehr]
"Ausbildung konkret" 2010/2011 - Der richtige Weg in den Beruf
[mehr]
[weitere Publikationen]
Editorial in „Wirtschaft konkret“ – Ausgabe Dezember 2009
Als Präsident Ihrer IHK bin ich in den vergangenen Jahren immer wieder herausragenden Persönlichkeiten begegnet. Ich durfte Ereignisse begleiten, die ich heute als Meilensteine regionaler Zukunftsgestaltung werte. Vieles, was die IHK in den letzten Jahren bewegt hat, betraf die deutsch-tschechische Nachbarschaft. Das wäre nicht möglich gewesen, wenn nicht die unmenschliche Grenze zwischen zwei grundverschiedenen und im Kalten Krieg verfeindeten Menschenbildern und Weltauffassungen vor 20 Jahren gefallen wäre. Der 23. Dezember 1989, der Tag an dem der Eiserne Vorhang fiel, ist für die europäische, nationale und regionale Geschichte ein Datum von weit reichender Bedeutung. Aus dem Zonenrand rückte unser IHK-Bezirk in die Mitte Europas, begleitet von Euphorie und den Herausforderungen, die die neue Nachbarschaft mit sich brachten.
Den Architekten der Wende, Hans-Dietrich Genscher, den ehemaligen Bundesaußenminister, durfte ich anlässlich unserer Feier „20 Jahre Fall des Eisernen Vorhangs“ persönlich kennen lernen. Ohne in der Vergangenheit stecken zu bleiben, schilderte er, wie das damals war, als er mit seinem Amtskollegen Jiri Dienstbier und einem Bolzenschneider den Eisernen Vorhang zu Fall brachte. Es gelang ihm Geschichte und Zukunft in einer Weise zu verbinden, von der ich wünschte, sie möge das politische und wirtschaftliche Handeln in unserer Region nachhaltig bestimmen. Er verdeutlichte wie eng die Ereignisse von damals mit den momentan anstehenden politischen und wirtschaftlichen Fragen zusammenhängen und was dieser gesellschaftliche und globale Prozess mit uns zu tun hat und dass wir ihn mitgestalten oder ihn eben geschehen lassen können.
Lassen Sie uns mitgestalten, bedingungslos eintreten für unsere Region, die sich in den letzten 20 Jahren dank dieses Veränderungsprozesses in Europa ausgezeichnet entwickelt hat.
„1989“, sagte Genscher, „sollte zum Schicksalsjahr für eine bessere Zukunft Europas werden“ und erklärte, warum. „Die Europäer haben in der ersten Hälfte des Jahrhunderts gezeigt: Man kann aus der Geschichte lernen. Und man kann lernen: Gemeinsam geht es besser.“ Wenn es nun aktuell um eine neue Weltordnung gehe, kommentierte Genscher, dann kämen die Europäer nicht mit leeren Händen. Tatsächlich haben wir in den letzten Jahrzehnten Veränderungsprozesse mit gestaltet, gesellschaftlich, politisch und wirtschaftlich. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Unternehmen lässt faktisch die Räume zusammenwachsen. Ich wünsche mir, dass es uns gelingt, die Mitte Europas mit großem Engagement weiterzuentwickeln. Gemeinsame Ziele sind stärker als nationale Grenzen oder regionale Befindlichkeiten.
Peter Esser
IHK-Präsident
esser@regensburg.ihk.de