07.02.2012
IHK-Seminar „Werbung und Marketing – kostengünstig und zielführend“ in Cham
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08.02.2012
Zolltechnische Abwicklung von Exportgeschäften incl. ATL@S-Ausfuhr
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10.02.2012
Amberger Patenttag
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DIHK-Innovationsreport meldet Mangel an Fachpersonal und Finanzierungsspielräumen
[mehr]Hinterlegung der Vollständigkeitserklärung ab 16. Januar 2012 möglich
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Artikel]
Wiko-Artikelserie "Mobilität ist Zukunft"
[mehr]Mobilität ist Zukunft
[mehr]Handel(n) für die Zukunft?
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Workshop „Netzwerktransparenz leicht gemacht“
am Mittwoch, 29. April 2009
in der IHK Regensburg
Nähere Informationen finden Sie unter Veranstaltungen
Ohne Netzwerk geht nichts. Manchen erscheinen die technischen Vorgänge im Netzwerk schwer nachvollziehbar bis größtenteils undurchsichtig. Das Netzwerk wird zur „terra incognita“. Lesen Sie, wie Sie sich dennoch einen Überblick darüber verschaffen können, was sich in Ihrem Netzwerk tut.
Computernetzwerke wachsen schnell, die Internetanbindung ist Standard. Externe Dienstleister unterstützen beim Aufbau und Betrieb des Netzwerks, viele Aufgaben sind an Fremdfirmen vergeben, neue Applikationen werden installiert, Partnerfirmen und Fremdorganisationen über Virtual Private Networks angebunden.
Viele Entscheider belassen es dabei, das vom Fachbereich oder Dienstleister geforderte Netzwerk-Budget zur Verfügung zu stellen und hoffen auf ordentliche und sichere Ausführung. Ein Nachweis, ob die Geldmittel wirtschaftlich eingesetzt oder Firmendaten vor Fremdzugriff tatsächlich geschützt sind, erfolgt zumeist nicht.
Die vermeintlich komplexen Vorgänge im Netzwerk sind jedoch standardisiert und lassen sich transparent darstellen. Verantwortliche sollten deshalb auf eine einfache Darstellung der die Firma betreffenden Datenflüsse bestehen.
Netzwerk als Betriebsmittel
In einem Netzwerk laufen nachvollziehbare Prozesse ab, die wie in jedem anderen System erfasst, dargestellt und verbessert werden können. Dadurch zeigen sich ineffiziente oder auch veraltete Abläufe. Häufig reicht da schon eine effektivere Anordnung der vorhandenen Netzwerkkomponenten, um zusätzliche Investitionen zu vermeiden. Auch ältere IT-Komponenten können - richtig eingesetzt - noch einen sinnvollen Dienst tun.
Planung und Kalkulation
Bei der Planung und Einführung neuer Komponenten stellt sich die Frage: Reicht die vorhandene Infrastruktur aus oder ist eine Investition notwendig? Wer die Richtung und den Umfang von Datenflüssen im Unternehmen kennt, kann notwendige Entscheidungen auf einer sicheren Grundlage fällen. Planungen gestalten sich dadurch einfacher und Risiken kalkulierbarer. Immer wenn das Netzwerk erweitert wurde oder neue Komponenten hinzukamen, ist es wichtig, zu prüfen, ob die Anforderung qualitativ und quantitativ richtig kalkuliert wurde. Während zu klein dimensionierte Komponenten im laufenden Betrieb sehr schnell auffallen, sind überdimensionierte Installationen nicht so leicht zu erkennen. Durch die transparente Darstellung seines Netzwerks erhält der Entscheider eine Bestätigung seiner Projektplanung.
Datenschutz und Datensicherheit
Zur korrekten Verarbeitung personenbezogener Daten gehört es, alle Datenflüsse nachvollziehbar zu dokumentieren. Dazu ist die permanente Überwachung notwendig. Problematisch wäre beispielsweise, wenn von einem Rechner in der Produktionshalle auf Serverdaten der Personalabteilung zugegriffen werden könnte. Datenschutz ist hier nicht mehr gewährleistet. Ebenso kann es gefährlich sein, wenn ein externer Dienstleister Daten von einem Konstruktionsrechner herunterladen kann oder Zugriff auf interne E-Mails oder Kundendaten hat. Wer das Netzwerk transparent macht, kann feststellen, ob das geschieht oder geschehen ist. Dabei geht es keineswegs darum, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu überwachen, sondern sie für die Fragen der Netzwerksicherheit zu sensibilisieren.
Netzwerktransparenz erhöht auch die Datensicherheit. Wer ihre Instrumente einsetzt, erkennt Überlastungen und Sicherheitslücken schneller. Dadurch steigen Qualität und Verfügbarkeit der firmeneigenen IT. Betriebsstörungen entstehen in der Praxis meistens durch so genannte Bottlenecks (Flaschenhälse). Häufig reicht eine kleine Modifikation im Netzwerk, statt neuer oder zusätzlicher Netzwerkkomponenten.
Wer die Kommunikationsverbindungen in seinem Netzwerk kennt, kann das implementierte Sicherheitskonzept jederzeit auf seine Tauglichkeit hin überprüfen. Häufig ist in Unternehmen mit der Installation entsprechender Soft- oder Hardware das Projekt IT-Sicherheit abgeschlossen. Aber erst ein Blick auf die laufenden und abgelaufenen Verbindungen bestätigt, ob das Sicherheitskonzept funktioniert. Der Aufwand war umsonst, wenn auf der einen Seite des Netzwerks viel in Sicherheit investiert wurde, an anderer Stelle der nicht autorisierte Zugriff auf das Netzwerk möglich ist.
Controlling
Durch die einfache, schematische Darstellung aller Kommunikationsbeziehungen erhalten Unternehmer ein konkretes Bild vom Betriebsmittel Netzwerk. Sie versetzt Entscheider ohne großen Aufwand und Expertenwissen in die Lage, das zu bewerten, was sie investieren sollen oder eingekauft haben. Das Netzwerk ist nun nicht mehr die „terra incognita“, die sie zunächst zu sein schien. Fachfremde erhalten einen verständlichen Einblick in die Materie, sie können sich über technische Möglichkeiten informieren, diese hinterfragen und so aktiv zu einer gemeinsamen Entscheidung beitragen.
Netzwerktransparenz hat für die Verantwortlichen im Unternehmen viele Vorteile. Sie können sich positiv auf die Unternehmensentwicklung auswirken. Ein erster Schritt zu mehr Netzwerktransparenz ist dabei simpler als gedacht. Mit Bordmitteln und ohne zusätzliche Hardware lassen sich Datenflüsse im Netzwerk günstig und effektiv sichtbar machen. Die notwendigen Informationen werden von Netzwerkgeräten und Programmen während des Betriebs des Netzwerks laufend erzeugt, sie müssen nur noch erfasst und ausgewertet werden. Schematisch dargestellt, ermöglichen sie selbst Fachfremden schnell einen verständlichen Überblick über den kompletten betrieblichen Datentransfer.
Harald Hornung
Wirtschaft konkret, April 2009