07.02.2012
IHK-Seminar „Werbung und Marketing – kostengünstig und zielführend“ in Cham
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08.02.2012
Zolltechnische Abwicklung von Exportgeschäften incl. ATL@S-Ausfuhr
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10.02.2012
Amberger Patenttag
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Aktionstag am 26. April soll zur Erweiterung des Berufsspektrums von Schülern beitragen
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DIHK-Umfrage: Weltwirtschaft 2012 - Wachstum in unruhigem Fahrwasser
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Editorial in „Wirtschaft konkret“, Ausgabe September 2010
Die ungarische Wirtschaft ist zwanzig Jahre nach der Grenzöffnung enger mit deutschen Unternehmen vernetzt, als das in vierzig Jahren Zwangspartnerschaft mit der Sowjetunion jemals der Fall war. Mit dieser Feststellung eröffnete der ungarische Generalkonsul Joszef Kováčs den diesjährigen Sommerempfang der IHK Regensburg für Oberpfalz / Kelheim und zeichnete damit ein charakteristisches Bild für die heutigen Beziehungen Deutschlands und Bayerns zu den Ländern Mittelost- und Osteuropas. Zwar sind diese noch von den Nachwirkungen der Wirtschaftskrise geprägt, aber die wesentlichen Konjunkturindikatoren zeigen deutlich nach oben. Und das gilt nicht nur für Ungarn, sondern auch für die Länder, die im Mittelpunkt des Osteuropa-Wirtschaftstages unserer IHK standen, nämlich Russland, Bulgarien und die Slowakei.
Gerade Russland hat seine Eigenheiten, die ein Unternehmer nicht außer Acht lassen darf. Das beginnt schon bei der Schrift und geht weiter mit dem Kodex informeller Regeln, den man kennen und beachten sollte. Um Risiken zu minimieren, ist die Unterstützung vor Ort durch die Auslandshandelskammer AHK von großer Bedeutung. Mit „Go International“ bietet die IHK ein spezielles Förderprogramm für den Mittelstand der Region auf dem Weg nach Osteuropa. Gegenwärtig bietet der russische Markt wieder gute Chancen für deutsche Unternehmen. Allen Befürchtungen zum Trotz griff das russische Antikrisenprogramm von 300 Milliarden Euro: Der Rubel rollt jetzt wieder.
Die IHK Regensburg für Oberpfalz / Kelheim organisiert darüber hinaus im Herbst in eigener Regie Unternehmerreisen nach Tschechien und Rumänien jeweils mit Kooperationsforum und dem Besuch einer Fachmesse. Gerade bei diesen Veranstaltungen zeigt sich, dass sich sorgfältige Vorbereitung lohnt und die teilnehmenden Unternehmer, bzw. Unternehmensvertreter, einen echten Mehrwert durch die gezielte Auswahl möglicher Partnerunternehmen im zu erschließenden Land erhalten. Dieser Kontakt bildet häufig die Grundlage für konkrete Geschäftsbeziehungen.
Doch es geht nicht nur um Exportförderung und Markterschließung. Gerade mit unserem unmittelbaren Nachbarn Tschechien verbindet uns mittlerweile sehr viel mehr. Die gelebte grenzüberschreitende Zusammenarbeit kann als Beispiel dienen für die vielen Chancen und Möglichkeiten, die zwischen der Oberpfalz, West- und Südböhmen in Wirtschaft und Politik durch die geographische Nähe möglich sind. In der Vernetzung zwischen Unternehmen diesseits und jenseits der Grenze liegen ungeahnte Potenziale, gerade für kleine und mittlere Unternehmen, die es zum gemeinsamen Nutzen zu heben gilt.
Um diesen Prozess wirkungsvoll zu unterstützen, braucht es einen Rahmen, der Ostbayern und Böhmen zu einer in Europa etablierten Größe machen kann. Kurz gesagt: Es braucht eine Europaregion. Mit diesem Standortprädikat werden wir zu einer eigenständigen Größe zwischen den Metropolen in Bayern und Tschechien. Nur mit diesem Prädikat haben wir im Wettbewerb der Standorte um private und öffentliche Investitionen, um die besten Mitarbeiter für Wirtschaft und Wissenschaft, um Forschungsgelder und um moderne Infrastruktur für den ländlichen Raum eine gemeinsame Chance.
Sie sehen, die Länder Mittelost- und Osteuropas bilden einen Schwerpunkt der Arbeit unserer IHK und es betrifft geographisch wie inhaltlich die gesamte Region. Hier liegen Möglichkeiten für Unternehmen und Unternehmer/innen, die angesichts der Bedeutung dieser Märkte so umfangreich wie möglich genutzt werden sollten. Lassen Sie sich von uns beraten!
Peter Esser
IHK-Präsident
esser@regensburg.ihk.de