IHK-Akademie in Ostbayern
Logo DIHK Logo AHK
Jahreslogo 2010
Neue  Wege - Neue Welten
Wir sind Europa

Zusatzmenü

Home Ihre IHK Ansprechpartner Region Datenbanken & Börsen Detailsuche Newsletter Podcast Presse

Login Startseite

Veranstaltungen

[weitere Veranstaltungen]

Artikel

Trübt Aschewolke den Lichtblick?
[mehr]
Reiselust in der Krise
[mehr]
Tourismus spürt negative Konjunktureinflüsse
[mehr]
[weitere Artikel]

Publikationen

Wirtschaftspolitische Positionen 2009 der IHK-Organisation
[mehr]
Wiko-Artikelserie "Mobilität ist Zukunft"
[mehr]
Mobilität ist Zukunft
[mehr]
[weitere Publikationen]

 

Tourismus spürt negative Konjunktureinflüsse

25.05.2009

IHK-Tourismusumfrage Winterhalbjahr 2008/2009

Die aktuelle Tourismusumfrage folgt dem allgemeinen wirtschaftlichen Trend. Über der Branche liegt ein konjunkturelles Tiefdruckgebiet. Das ergab die Tourismusumfrage der IHK Regensburg zum Ende der Wintersaison 2008/2009.

Die Einschätzungen der Tourismusbranche haben sich gegenüber der letzten Wintersaison 2007/2008 erheblich verschlechtert. Fast 40 Prozent der befragten Unternehmen sind mit ihrem Geschäftsergebnis unzufrieden. Nachdem die  Witterungsverhältnisse und Wintersportbedingungen nahezu ideal waren, liegen die Gründe dafür wohl in den Auswirkungen der momentanen konjunkturellen Lage. Auch im Tourismus macht sich sparsameres Verbraucherverhalten bemerkbar. Wochenendurlaube werden gestrichen. Unternehmen kürzen Tagungs- und Reisebudgets. Auch für die Sommersaison rechnet die Branche nicht mit einer grundlegenden Trendwende. Ungefähr 100 Betriebe aus Gastronomie, Hotellerie und dem Reisegewerbe nahmen an der Umfrage teil.

Trotz Musterwinter weniger Übernachtungen
Die Zahl der Gästeankünfte im IHK-Bezirk Oberpfalz/Kelheim ging 2008 gegenüber dem Vorjahr um etwa ein Prozent zurück, die Zahl der Übernachtungen um 1,8 Prozent. Insbesondere der Bayerische Wald leidet schon seit einiger Zeit unter rückläufigen Übernachtungszahlen. Um diesem Trend entgegen zu wirken, haben die betroffenen Gebietskörperschaften vor zwei Jahren das Tourismusmarketing Bayerischer Wald unter dem Dach des Tourismusverbands Ostbayern aus der Taufe gehoben. Es hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass Tourismusmarketing sich nicht an Landkreis- und Gemeindegrenzen orientieren darf, sondern primär an touristischen Zielen aus Sicht der potenziellen Gäste.

Der negative Trend aus dem Vorjahr setzte sich verstärkt in den ersten Monaten 2009 fort. Trotz hervorragender Wintersportmöglichkeiten in den Destinationen des Bayerischen Waldes gingen die Gästeankünfte und -übernachtungen noch einmal deutlich um bis zu neun Prozent zurück. Zunehmende Zurückhaltung bei der Urlaubsplanung macht sich bemerkbar. Vor allem Familienurlaube werden sparsamer geplant oder zusätzliche Wochenendurlaube gestrichen.

Umsatzrückgänge in der Gastronomie
In der Gastronomie, die bereits in der vergangenen Wintersaison über eine unbefriedigende Geschäftsentwicklung klagte, gingen Erwartungen und Lagebeurteilung noch einmal deutlich zurück. Angesichts einer noch recht stabilen Verbrauchernachfrage sind Umsatzrückgänge bis zu 30 Prozent in der Gastronomie dennoch überraschend. Vor allem im Tagungs- und Seminarbereich wird gespart. Bei Betriebsfeiern sind große Unternehmen weniger spendabel. Die schlechte Geschäftslage wird sich in der Gastronomie zuerst bei der Anzahl der Beschäftigten auswirken. Freistellungen sind die Folge. Investitionen werden zurückgefahren und hauptsächlich auf Modernisierungs- und Rationalisierungsmaßnahmen beschränkt. Preiserhöhungen für Essen und Trinken sind nicht geplant. Auch für die kommende Sommersaison erwartet die Branche keine wesentliche Verbesserung.

Stabile Beschäftigtenlage bei Reiseunternehmen
Fast 75 Prozent der befragten Reisebüros berichten über rückläufige Reisebuchungen. Das sind dreimal soviel Negativmeldungen wie im Vorjahr. In diesem Ergebnis kumulieren sich sowohl konjunkturelle und strukturelle Einflüsse, die sich aus der Konkurrenz zu Internetanbietern ergeben. Hauptsächlich für die Vorbereitung und Buchung von Inlandsreisen werden immer mehr Internetangebote genutzt. Bei der Buchung von Auslandsreisen halten sich die Verbraucher trotz wechselkursbedingter Sonderangebote noch zurück. Um so mehr setzt die Branche auf den Inlandstourismus. Touristen und Geschäftsreisende schränken ihre Reiseausgaben jedoch ein und suchen gezielt nach preisgünstigen Angeboten. Reisebüros rechnen dennoch mit stabilen Preisen. Auf die Beschäftigtenlage wird sich die momentane Krise der Reiseunternehmen nicht auswirken. Um Kosten einzusparen, halten sich die Unternehmen momentan lieber bei Investitionen zurück.

Service

Ansprechpartner:
Josef Beimler, Tel. (0941) 5694-241
E-Mail: beimler@regensburg.ihk.de
Downloads:
Tourismusbericht Winter 2008/2009
Tourismusumfrage Winter 2008/09 - Auswertung und Vorjahresvergleich