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IHK-Service:
Kostenloser Workshop:
"E-Payment im internationalen Handel: Wie KMU das Internet zur Erschließung ausländischer Märkte nutzen können"
am Donnerstag, 07. Dezember 2006
von 14.00 bis 16:30 Uhr in der IHK Regensburg.
Weitere Informationen finden Sie auf dieser Seite: Workshop E-Payment
Deutschland
ist Weltmeister – zumindest beim Export. Im Jahr 2005 haben deutsche
Unternehmen Waren und Dienstleistungen im Wert von 786 Milliarden Euro im
Ausland verkauft, so viel wie kein anderes Land. Allerdings blieben vielen
kleinen und mittleren Unternehmen, die den Großteil der deutschen Unternehmen
ausmachen, die Umsatzpotenziale auf ausländischen Märkten bisher häufig
verschlossen. Mehr als die Hälfte der Umsätze (56 Prozent) entfielen auf nur
0,2 Prozent der deutschen Unternehmen, wie das Statistische Bundesamt
ermittelte.
Gerade für kleine und mittlere Unternehmen ist der Gang ins Ausland mit
erheblichen Barrieren verbunden. Die Identifizierung und Ansprache von
ausländischen Kunden, die Bewältigung sprachlicher Schwierigkeiten oder die
Anpassung an fremde Steuer- und Rechnungslegungsvorschriften sind häufig kaum
zu bewältigen. Zudem stellt sich für viele Unternehmen die Finanzierungsfrage:
Wenn das Geschäft im Heimatmarkt schon schlecht läuft, wie sollen dann noch die
notwendigen Mittel für die Erschließung fremder Märkte aufgebracht werden?
Internetvermarktung als Trend
Einen möglichen Lösungsansatz stellt der direkte Export über das Internet dar.
Im Vergleich zum traditionellen Vertrieb lassen sich die Suchkosten zur
Identifizierung neuer Kunden deutlich reduzieren. Kontakte können schneller
aufgebaut und Geschäfte schneller abgewickelt werden. Dadurch finden auch sehr
spezialisierte Produkte im Ausland ihre Abnehmer, ohne immense Kosten für das
Unternehmen zu verursachen. Auch Dienstleistungen, z.B. E-Learning,
Touristikangebote sowie Informations-, Beratungs- und Finanzdienstleistungen
lassen sich über das Internet länderübergreifend vermarkten.
Um den Potenzialen und der Bedeutung des grenzüberschreitenden elektronischen
Handels tiefer auf den Grund zu gehen, wurde von ibi research an der
Universität Regensburg eine breit angelegte Studie durchgeführt. Über 500
Unternehmen wurden zu ihren Geschäftsmodellen, ihren Problemen und ihren
zukünftigen Planungen im Internet-Vertrieb befragt. Als Ergebnis zeigte sich,
dass bereits über 80% der Online-Anbieter auch Umsätze mit ausländischen Kunden
erzielen, wenn auch in nur geringem Umfang. Gleichzeitig wurde deutlich, dass
Unternehmen, die im Internet vertreten sind, wesentlich häufiger und mehr
Umsätze mit ausländischen Kunden erzielen als Unternehmen, die nicht über das
Internet verkaufen.

Auch wenn die grenzüberschreitenden Online-Umsätze derzeit noch zu wünschen
übrig lassen, ist der Trend zur Internationalisierung über das Internet
unverkennbar. Für 38% der befragten Unternehmen zählt die Erschließung
ausländischer Märkte zu den drei wichtigsten Maßnahmen, um ihre Umsätze im
Internet-Handel in den nächsten beiden Jahren zu steigern.
Die aktuellen Zahlen zum Online-Handel in Europa geben den Unternehmen recht.
Einer Studie von AC Nielsen zufolge haben bereits 85% der europäischen
Internetnutzer im Internet eingekauft, im Schnitt werden von diesen fünf Käufe
pro Monat im Internet getätigt. Und mit der zunehmenden Verbreitung des
Internet auch in den osteuropäischen Ländern werden die Online-Umsätze weiter
steigen.
Diese Zahlen weisen darauf hin, dass gerade jetzt der richtige Zeitpunkt ist,
um sich über die Internationalisierung über das Internet Gedanken zu machen.
Denn mit einer zunehmenden Anzahl potenzieller Kunden, die auch im Internet
Geschäfte abschließen wollen, wird sich auch der Wettbewerb im Internet noch
stärker auf die internationale Ebene verlagern. „Die Amerikaner sind gerade
dabei, ihre Internetauftritte zu internationalisieren. In Zusammenarbeit mit
Logistikpartnern werden sie auch in Europa kostenlose Lieferung anbieten“,
sagte E-Commerce-Pionier und Intershop-Gründer Stephan Schambach dem
Fachmagazin CIO.
Für die deutschen Unternehmen ist also Eile geboten, wenn Sie den neuen
Wettbewerbern erfolgreich die Stirn bieten wollen. Bei aller Eile dürfen jedoch
einige wichtige grundsätzliche Überlegungen vor dem Eintritt in ausländische
Märkte nicht außer Acht gelassen werden. So müssen nicht nur die
Produktbeschreibungen, Darstellungsformen und Preisausweise an die
Gepflogenheiten der ausländischen Kunden angepasst werden, auch hinsichtlich
der Form der Zahlungsabwicklung existieren zwischen den Ländern erhebliche
Unterschiede, wie die Studie von AC Nielsen zeigt.

Die Herausforderungen und Probleme, die sich Unternehmen bei der
Internationalisierung über das Internet stellen, sollen in einem kostenlosen
Workshop für kleine und mittlere Unternehmen näher beleuchtet werden. Der
Workshop wird gemeinsam von der IHK Regensburg, der Universität Regensburg und
dem Universitätsinstitut ibi research durchgeführt.
Georg Wittmann, Thomas Krabichler, ibi research an der Universität Regensburg
GmbH