10.02.2012
Amberger Patenttag
[mehr]
10.02.2012
IHK-Seminar „Die wichtigsten Gründungsformalitäten“ in Regensburg
[mehr]
13.02.2012
Bestimmungen des amerikanischen Reexportrechts
[mehr]
[weitere Veranstaltungen]
Voller Einsatz für den Nachwuchs
[mehr]
Workshop-Reihe "Erfolgreich im E-Commerce 2012"
[mehr]
Kostenlose Erfinder-Erstberatung am 29. Februar in Regensburg
[mehr]
[weitere
Artikel]
Leitfaden zum Aufbau eines systematischen Innovationsmanagements
[mehr]
Wachstum sichern mit Fachkräften
[mehr]
Fachkräfte sichern
[mehr]
[weitere Publikationen]
IHK-Tourismusumfrage Winter 2009/2010
Nach einem konjunkturellen Tief im letzten Jahr herrscht in der Tourismusbranche wieder Optimismus. Doch, während die Reiselust bei Privatleuten ungebrochen scheint, buchen Geschäftsreisende nach wie vor sehr verhalten.
Besser als im Vorjahr beurteilen die Unternehmen der Tourismuswirtschaft ihre Geschäftslage bezogen auf Umsatz- und Ertragsentwicklung, Investitionen und Beschäftigung. Dies ergab die aktuelle Tourismusumfrage der IHK Regensburg für Oberpfalz / Kelheim. Allerdings war die vorangegangene Wintersaison aus Sicht der Tourismuswirtschaft ausgesprochen unbefriedigend. Jetzt halten sich positive und negative Einschätzungen für die bevorstehende Sommersaison die Waage. Alle rechnen mit einem stabilen Arbeitsmarkt und einer gefestigten Inlandsnachfrage. Insgesamt haben das Beherbergungsgewerbe, die Gastronomie und die Reiseunternehmen das Krisenjahr 2009 gut überstanden.
Auch im Winter eine Reise wert
Im Jahr 2009 gingen Gästeankünfte und Übernachtungszahlen im IHK-Bezirk um zwei bis drei Prozent zurück. Einzig die Stadt Regensburg konnte bei den Gästeankünften positive Zahlen vorweisen. Hier nahm die Zahl der Besucher um etwa sechs Prozent zu. Im ersten Quartal 2010 verbesserte sich die Situation wieder. Der lange Winter und ausgezeichnete Skisportmöglichkeiten lockten vor allem in den Landkreis Cham. Um etwa acht Prozent stiegen die Besucherzahlen insgesamt gegenüber den Vergleichsmonaten im Vorjahr wieder an. Ebenso verbesserte sich die Bettenauslastung. Damit verlief die aktuelle Wintersaison in der Wahrnehmung des Beherbergungsgewerbes zwar erfolgreicher als im Vorjahr, insgesamt aber immer noch nicht zufrieden stellend. Die Branche setzt jedoch auf eine allgemeine Belebung der Konjunktur mit positiven Auswirkungen auf das Tourismusgeschäft.
Gastronomie lebt nicht nur von Touristen
Aus Sicht der Gastronomie war die Wintersaison – ähnlich wie im Vorjahr – wenig zufrieden stellend. Die Umsätze konnten gerade so gehalten werden. Die Aussichten auf die bevorstehende Sommersaison sind durchwachsen, lassen aber hoffen, zumal der Sommer als Fest-, Ausflugs- und Open-Air- Saison ohnehin die umsatzstärkere Jahreszeit ist. Gastronomen haben hier die Möglichkeit, ihre Marketingaktivitäten gezielt zu entwickeln. Neue Tourismusattraktionen wie der Hundertwasserturm in Abensberg ziehen Besucher an und stimulieren vor Ort die lokalen Betriebe. Für das Hotel und Feriendorf St. Hubertus in Schönsee etwa waren hohe Investitionen in das hauseigene Restaurant die richtige Strategie, um das Minusgeschäft aus dem Hotelbetrieb zu kompensieren. „Auch unsere Werbung konzentrieren wir momentan auf das Restaurant. Die Unternehmen buchen zur Zeit kaum Seminare und Tagungen und der Bustourismus allein reicht nicht, um den Hotelbetrieb auszulasten,“ kommentiert Anita Utz aus Schönsee die Situation und bestätigt: „Die wirtschaftliche Basis unseres Restaurants bilden die Gäste aus der Region.“ Ohne die Ausrichtung von Familien- und Betriebsfeiern, Mittagstischen für Berufstätige, von Kaffeetafeln oder Stammtischen könnten die meisten Betriebe kaum überleben. Ebenso stützt die stabile Lage des regionalen Arbeitsmarktes die regionale Gastronomie.
Privatleute buchen wieder im Reisebüro
Deutlich besser verlief die Geschäftsentwicklung im Reisegewerbe nach Meinung der befragten Reisebüros und -veranstalter. „Seit Anfang des Jahres steigen die Umsätze wieder,“ bestätigt Karlheinz Späth vom Reisebüro Wolff in Furth im Wald, allerdings seien die Buchungen Geschäftsreisender zurückgegangen. Mehr noch als die konjunkturbedingte Einschränkung von Business Travelers machen die Befragten die verstärkte Nutzung von Internet und Online-Angeboten für die Umsatzrückgänge verantwortlich. Dagegen nahm die Inanspruchnahme von Reisebüros durch private Urlaubsreisende wieder zu. Die Kunden fassen wieder Vertrauen in die wirtschaftliche Zukunft. Noch nicht absehbar ist jedoch, ob Aschewolken diese Lichtblicke wieder trüben. Den aktuellen Tourismusbericht der IHK Regensburg für Oberpfalz / Kelheim finden Sie unter „Downloads“.
Julia Weigl, IHK Regensburg für Oberpfalz / Kelheim
Wirtschaft konkret, Juli/August 2010