Zehn Punkte für mehr Dampf im Export
02.12.2009
Der Konjunkturabsturz scheint gestoppt, die Hoffnungen richten sich auf den Export. Der könnte aber noch deutlich besser in Schwung kommen, meinen die Geschäftsführer Außenwirtschaft der bayerischen Industrie- und Handelskammern. Dies ist in den "10 Vorschlägen für die Revitalisierung des Exports" festgehalten. Ganz vorne bei den Forderungen dabei: Mehr Tempo und mehr Transparenz in den politischen Vorgaben für den Export.
- Exportkontrolle beschleunigen und transparent gestalten. Das Bundwirtschaftsministerium sollte dafür das zuständige Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle anweisen, die Bearbeitung von Exportkontrollanträgen möglichst innerhalb von sechs Wochen abzuschließen.
- Finanzierung und Absicherung von Auslandsgeschäften erleichtern. Dabei sollten die bestehenden Spielräume in der Deckungspolitik bei den Exportkreditgarantien voll ausgeschöpft werden.
- Visa-Anträge professionell und serviceorientiert behandeln. Visaanträge ausländischer Geschäftspartner sollten nach einem weltweit geltenden Qualitätsstandard in den deutschen diplomatischen Vertretungen schnellstmöglich bearbeitet werden.
- Unfaire Steuerbelastung für Exportbetriebe korrigieren. Dabei sollte insbesondere die Regelung zur Funktionsverlagerung auf ein international übliches Maß beschränkt werden.
- Wirtschaftsfreundliches Ursprungsrecht verteidigen. Nötig ist ein schnelles und unbürokratisches Verfahren für die Ausstellung von Ursprungszeugnissen.
- Containerverkehr mit den USA nicht weiter erschweren. Bei den systematischen Kontrollen von Containern muss an den bewährten Methoden der gezielten Risikoanalyse festgehalten werden.
- Kompetenzen im Ausland bei den Auslandshandelskammern (AHKs) bündeln. Unter dem Dach der Deutschen Auslandshandelskammern sollen alle Förderaktivitäten vor Ort gebündelt werden.
- Bayerische Außenwirtschaftsförderung an der Spitze halten. Die bayerischen Programme wie das Bayerische Messebeteiligungsprogramm, das Programm "Bayern - Fit for Partnership" und die Projekte des Außenwirtschaftszentrums Bayern sollten fortgesetzt und gesichert werden.
- Deutsche Auslandsmesseförderung auf KMU zuschneiden. Auch beim Auslandsmessebeteiligungsprogramm des Bundes soll sich, wie beim bayerischen Programm, auf die Interessen der kleinen und mittleren Unternehmen geachtet werden und kleine Ausstellungsflächen vorgesehen werden.
- Öffnung der Märkte vorantreiben. Anzustreben ist der schnellstmögliche Abschluss der laufenden Doha-Welthandelsrunde.
Das 10-Punkte-Papier finden Sie unter „Downloads“.